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Feldafing:Feldafing bekommt Fahrradstraßen

In der Höhenbergstraße in Feldafing soll eine der zwei geplanten Fahrradstraßen eingerichtet werden.

(Foto: Arlet Ulfers)

Zunächst soll eine Verkehrszählung Klarheit über das Verkehrsaufkommen bringen

Von Sylvia Böhm-Haimerl, Feldafing

Die Gemeinde Feldafing will Fahrradstraßen einrichten. Das Konzept soll in der Höhenbergstraße zwischen Grundschule und der Einmündung Rat-Jung-Straße sowie in der Johann-Biersack-Straße zwischen der Firma Müller+Wilisch und der Ampelanlage an der Bahnhofstraße umgesetzt werden. Der Bauausschuss hat das Vorhaben mehrheitlich befürwortet.

Auf einer Fahrradstraße ist das Rad das vorrangige Verkehrsmittel. In Feldafing sollen aber zusätzlich Autos zugelassen werden, die jedoch auf die Radfahrer Rücksicht nehmen müssen. Nach einer ersten Einschätzung wird die Fahrradstraße von der Polizeiinspektion Starnberg grundsätzlich befürwortet, falls bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, wie etwa eine Verkehrszählung zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten. Vor einem endgültigen Beschluss müssten nachvollziehbare Verkehrsmengen erhoben werden, heißt es in dem Schreiben der Polizei. Zudem müsse geprüft werden, ob die Bedürfnisse des Kfz-Verkehrs berücksichtigt werden oder ob andere Lösungen für den Radverkehr möglich sind. Michael Keltsch (AUF) wies darauf hin, dass Eltern häufig im Stress seien, wenn sie ihre Kinder zur Schule bringen und daher meist zu schnell fahren. Nach den Erfahrungen des Grünen-Gemeinderats und ADFC-Kreisvorsitzenden Anton Maier (Grüne) hat die Johann-Biersack-Straße Schleichwegcharakter. Er schlug vor, Hindernisse für Autofahrer einzubauen, damit sie gezwungen seien, langsam zu fahren. Wie Bürgermeister Bernhard Sontheim betonte, sollen diese Entscheidungen erst getroffen werden, sobald die Verkehrszählung ausgewertet ist.

Dies wird noch dauern, denn aussagekräftige Zahlen können erst nach der Fertigstellung des großen Bauvorhabens in der Johann-Biersack-Straße geliefert werden. Daher gibt es keine Zeitvorgaben für die Umsetzung.

© SZ vom 06.04.2021
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