bedeckt München 21°
vgwortpixel

Berg:Frauen protestieren gegen die Kirche

Wenn es darum geht, die Frauenrechte in der katholischen Kirche zu stärken steht Gisela Forster stets an vorderster Front. Im Sinne der "Aktion Maria 2.0" ruft die 73-Jährige alle Frauen im Landkreis Starnberg dazu auf, gemeinsam nach Fulda zu reisen, um dort am kommenden Donnerstag, 26. September, am Rande der Deutschen Bischofskonferenz zu demonstrieren. Die Aktion wird unter anderem vom Katholischen Frauenbund und der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands unterstützt. Sie möchten erreichen, dass Frauen den Männern innerkirchlich gleichgestellt werden.

Für alle, die bei der Demo dabei sein wollen: Der Zug nach Fulda startet am Münchner Hauptbahnhof um 13.18 Uhr. Ankunft in Fulda ist um 16.02 Uhr. Die Rückfahrt ist noch am gleichen Abend möglich und startet in Fulda um 20.56 Uhr. Der Zug kommt dann um 23.40 Uhr am Münchner Hauptbahnhof an.

Gisela Forster ist eine erklärte Verfechterin des Frauenpriestertums. Hat sie sich doch 2002 auf einem Donauschiff selbst zur Priesterin weihen lasen. Daraufhin wurde sie exkommuniziert, was sie nicht davon abhielt, sich 2003 zur Bischofin weihen zu lassen. Forster studierte Architektur und Kunst, arbeitete als Kunstlehrerin am Gymnasium Schäftlarn. Dort unterhielt sie 17 Jahre lang eine heimliche Liebesbeziehung mit einem früheren Benediktinermönch mit dem sie zwei gemeinsame Kinder hat. 1989 machten sie ihr Verhältnis öffentlich. Seither kämpft sie mit anderen um die Rechte von Frauen und Pfarrerskindern.