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Berenberg Bank Masters:Turnier der Golf-Legenden

Sie spielen auf einem der schönsten Plätze Deutschlands. Bernhard Langer, Sam Torrance, Ian Woosnam und Gary Player treten bei der European Senior Tour in Wörthsee an. Der Bürgermeister trägt einem sogar das Golfbag hinterher.

Christine Setzwein

"Hello, nice to meet you." Wer dieser Tage über den Golfplatz Wörthsee schlendert oder auf der Terrasse des Golfrestaurants einen Espresso trinkt, hört viel Englisch, aber auch schon mal Italienisch oder Spanisch. Über das internationale Flair freut sich einer doppelt: Als Präsident des mehr als 1000 Mitglieder zählenden GC Wörthsee ist Konrad Gritschneder Ausrichter der Berenberg Bank Masters, als Vize-Bürgermeister der Gemeinde erwartet er, dass das hoch dotierte Turnier der European Senior Tour "gut für das Image von Wörthsee ist".

Wörthsee Golfplatz Masters

Bernhard Langer mit seiner Tochter Christina auf der Runde.

(Foto: Georgine Treybal)

Nur einer dürfte sich noch mehr freuen über den Auflauf von Golflegenden wie Bernhard Langer, Ian Woosman, Costantino Rocca, Sam Torrance oder Gary Player: Peter Flach, ebenfalls begeisterter Golfer und Wörthsees Bürgermeister. Er darf sogar an diesem Wochenende mit den 72 Profis über den Platz gehen - als Caddie von Peter Fowler. Der 53-jährige Australier gewann 2011 Preisgelder in Höhe von 300 000 Euro und sicherte sich so den Titel der europäischen Geldrangliste. Flachs Aufgabe besteht vor allem im Schleppen. Ein Golfbag mit Schlägern kann bis zu 20 Kilo wiegen, und der Kurs in Wörthsee ist 6,3 Kilometer lang.

Am Mittwoch und Donnerstag haben Profi und Amateur schon mal trainiert und sich auf zwei ProAm-Runden aufeinander eingespielt. Für ihn sei es "Ehre und Abenteuer", sagte Flach am Donnerstag. Dass es sich beim Teilnehmerfeld um "Seniors" handelt, die, was die Weite angeht, mit den jungen Golfern nicht mehr mithalten können, spielt für ihn keine Rolle. "Es ist faszinierend, mit welcher Präzision die so genannten alten Herren abschlagen, pitchen und putten."

Was wohl auf einem so gut gepflegten Rasen, wie es der im Schluifelder Moos ist, besonders viel Spaß macht. Schon vor Beginn des mit 400 000 Euro datierten Masters äußerte sich Turnierbotschafter Bernhard Langer sehr lobend über den Zustand des Platzes. Kein Wunder: "Momentan mähen wir die Greens dreimal am Tag", sagt Gritschneder. Üblich ist einmal.

Gut zu tun haben momentan nicht nur die Greenkeeper. Auch Restaurant-Chef Christian Schlösser ist den ganzen Tag auf den Beinen. Am Wochenende erwarten die Veranstalter zwischen 10 000 und 15 000 Besucher.

Das Turnier beginnt am Freitag und Samstag um 9 Uhr, am Sonntag um 7 Uhr. Der Eintritt kostet pro Tag 20, eine Dauerkarte 40 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 zahlen nichts.

© SZ vom 29.06.2012
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