Bauarbeiten Schlussstrich unter Wasserpark-Disput

Unter den öffentlich ausgetragenen Disput um Zwischenfälle im Ablauf der Bauarbeiten am Starnberger Wasserpark hat der Stadtrat einen Schlussstrich gezogen. Angelika Kammerl (Parteifreie) hatte der Stadtverwaltung in diesem Zusammenhang einen Fragenkatalog übermittelt, der klären sollte, ob der Absturz von Aluminium-Paneelen im Januar 2016 in Zusammenhang stehen könnte mit einem Wassereinbruch am Dach sowie einer Erneuerung der Schwimmbadfliesen. Das Gremium befasste sich am Mittwoch zum wiederholten Mal mit der Angelegenheit.

Stadtbaumeister Stefan Weinl präsentierte dem Gremium Fotos zum Bauablauf in chronologischer Reihenfolge. Das Gremium unterstützte daraufhin mehrheitlich einen Antrag von Vize-Bürgermeister Klaus Rieskamp auf weitere Nichtbefassung mit der Angelegenheit. Im Protokoll wurde dazu auf Vorschlag von Bürgermeisterin Eva John vermerkt: "Es besteht Einigkeit, dass damit nachgewiesen ist, dass durch den Deckenabsturz kein materieller Schaden entstanden ist und darüber hinaus der Deckenabsturz in keinem kausalen Zusammenhang mit dem im Juli 2017 festgestellten Wassereintritt steht."

Widerspruch kam von der WPS: Markus Mooser forderte von Kammerl eine öffentliche Entschuldigung bei der Architektin und dem verantwortlichen Projektsteuerer sowie eine Rücknahme ihrer Behauptungen, "weil es die Bevölkerung verunsichert". Sein Fraktionskollege Günter Picker sprach in diesem Zusammenhang von "Rufschädigung". Das Hallenbad soll nach mehrfacher Terminverschiebung Ende Juli wiedereröffnet werden.