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Bahnhof Gilching-Argelsried:Umbau beginnt

Station wird für acht Millionen Euro barrierefrei

25 Jahre hat Gilching darauf gewartet, dass ihr Bahnhof Argelsried barrierefrei umgebaut wird. Jetzt haben dafür die Vorarbeiten begonnen, ein Schuppen und eine Rampe werden derzeit abgerissen. Der Umbau koste etwa acht Millionen Euro und werde voraussichtlich Ende Oktober dieses Jahres beendet sein, teilte ein Bahnsprecher mit. Die Gemeinde muss sich an den Kosten nicht beteiligen, denn das Bauprojekt wird über das "Bayern-Paket" des Freistaats finanziert.

"Wir haben lange darum gekämpft", freut sich Gilchings Bürgermeister Manfred Walter (SPD), dass nun die ersten Bagger anrollen. Von dem lang ersehnten Umbau an der Station der S 8-Flughafenlinie profitieren vor allem ältere Menschen, Rollstuhlfahrer sowie Mütter mit Kinderwagen und Reisende mit schweren Koffern. Gebaut wird auf der nördlichen Seite des Bahnhofs neben der steilen Treppe nun eine behindertenfreundliche Rampe. In der Unterführung wird ein Aufzug installiert, der die Fahrgäste nach oben zum Mittelbahnsteig bringen soll. Um aber den Zugang zum geplanten Lift zu gewährleisten, muss die Treppe zum Bahnsteig auf 1,60 Meter verschmälert werden. Diese Vorgabe war im Gemeinderat umstritten gewesen, weil vor allem wegen der vielen Berufspendler und Schüler ein derartiger Aufgang nicht breit genug erschien. Der Bahnkonzern hat jedoch stets darauf verwiesen, dass die Sicherheitsnorm eingehalten werde. Den Bahnhof Argelsried in der Gilchinger Ortsmitte nutzen fast 4000 Fahrgäste täglich - und die Zahl dürfte noch steigen, da der Zuzug in diese Gemeinde ungebremst ist.

Allerdings wird der Bahnhof bis auf Weiteres nur teilweise barrierefrei sein. Denn der zweite Lift an der Südseite am Herrschinger Weg kann nicht gebaut werden, weil Anlieger bisher offenkundig nicht bereit sind, den Grund wegen der "problematischen Verkehrssituation" abzutreten. Es handelt sich dabei nur um wenige Quadratmeter. Man bleibe aber in dieser Sache "weiter im Kontakt" zu den betreffenden Eigentümern, um später die kleine Fläche doch noch zu erwerben und den Fahrstuhl bauen zu können, sagt Rathauschef Walter.