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Tennis-Bundesliga:Showdown am Aumeister

Dominik Hansen war einer von drei Großhesseloher Spielern, die im Match-Tiebreak unterlagen.

(Foto: Claus Schunk)

Großhesselohe oder Iphitos: Duell um Herren-30-Endrunde.

Etwas Gutes kann Benedikt Nürnberger dem Wochenende dann doch abgewinnen: "An der Situation hat sich nicht viel geändert", sagt der Spielführer der Herren 30 des TC Großhesselohe. Soll heißen: Die Chance auf die Endrunde um die deutsche Meisterschaft, an der jeweils die beiden besten Teams der Süd- und Nordgruppe teilnehmen, ist trotz der 4:5-Heimniederlage gegen Lohfelden intakt. Derzeit rangiert der TCG (6:4 Punkte) in der Süd-Gruppe der Bundesliga nur auf Rang vier, hat hinter Frankfurt, Lohfelden und Iphitos (alle 6:2 Punkte) zwei Minuspunkte mehr auf dem Konto als die Konkurrenten. Das letzte Spiel des TCG wird somit entscheidend sein.

Und weil es ausgerechnet im direkten Vergleich gegen den Münchner Konkurrenten Iphitos geht, könnte die Dramaturgie nicht spannender sein. Großhesselohe muss das Derby am Aumeisterweg gewinnen, um Punktgleichheit zu erreichen. Primus Frankfurt Verfolger Lohfelden werden sich im direkten Vergleich ebenfalls Punkte abnehmen, es könnte also im Ringen um Platz zwei auf die Matchpunkte ankommen. Und hier hat der TCG die besten Karten aller vier Konkurrenten. Über die Niederlage gegen Lohfelden ärgert sich Nürnberger dennoch, drei Partien wurden im Match-Tiebreak verloren: "Wenn wir nur eine davon gewinnen und mit einem 3:3 in die Doppel gehen, gewinnen wir", ist Nürnberger im Nachhinein sicher.

So aber hat Iphitos die klar bessere Ausgangslage, zumal der Traditionsverein mit dem 7:2-Auswärtssieg gegen den Vorletzten Bietigheim seine Hausaufgaben souverän erledigt hat. Zwei Siege in den letzten beiden Partien, und der zweite Platz ist sicher. Weil im letzten Gruppenspiel Schlusslicht Thyrnau-Kellberg gastiert, dürfte die Entscheidung im Derby am kommenden Sonntag (11 Uhr, Aumeisterweg) fallen. "Es ist angerichtet", sagt Iphitos-Spielführer Fabian Ziemer, denn beide Mannschaften werden ihre besten Spieler aufbieten. Was indes unter anderem von Wimbledon abhängig ist, denn Großhesselohes Christopher Kas weilt in England als Trainer von Mona Barthel. Auch Lars Uebel befindet sich in London, wo er Daniel Brands betreut und ebenfalls unabkömmlich wäre, sollte Brands weiterkommen.

Im vergangenen Jahr bot der Vergleich der Münchner Teams Tennis auf höchstem Niveau, Iphitos gewann auswärts mit 6:3. Die Probleme des dritten Erstligisten aus der Region sind existenziellerer Natur, für den TC Dachau geht es nach der überraschenden 3:6-Pleite bei Schlusslicht Thyrnau-Kellberg in den letzten beiden Partien ums sportliche Überleben. Immerhin gastiert am Sonntag (11 Uhr) der Vorletzte Bietigheim, ein Sieg würde wohl für den Klassenerhalt genügen. Aber auch im letzten Vergleich gegen Primus Frankfurt sieht Spielführer Peter Schuster sein Team nicht chancenlos: "Wir geben Gas und wollen beide Spiele gewinnen."