bedeckt München 27°

Serie "Formsache":Der süße Duft der blauen Blüte

"Formsache", Sport Region

Ralf Holtzwart, 61, leitet seit 2017 wieder (wie schon von 2010-14) die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit. Zuvor arbeitete er für die Bundeswehr u.a. an der Entwicklung einer europäischen Verteidigungsidentität.

(Foto: Fotostudio Seitz/OH)

Für den anhaltenden Lerneffekt empfiehlt Ralf Holtzwart, Regionaldirektor der Bundesagentur für Arbeit, das Schnuppern an Misserfolg. Hat schon Reinhold Messner nicht geschadet.

SZ: Sport ist...

Ralf Holtzwart: ...eine Lebenseinstellung.

Ihr aktueller Fitnesszustand?

Erbärmlich. Es fehlt nicht an den Möglichkeiten, sondern an der Disziplin.

Felgaufschwung oder Einkehrschwung?

Nicht oder, sondern genau in der Reihenfolge.

Sportunterricht war für Sie...?

Eine willkommene Abwechslung im Kanon der Unterrichtsfächer.

Ihr persönlicher Rekord?

Münchner Weitsprung-Schulmeister 1977.

Stadion oder Fernsehsportler?

Die Kulisse im Stadion ist unschlagbar, aber am besten ist der Sport, den man selber macht.

Bayern oder Sechzig?

Zur Blüte der Sechzger in den 60-ern aufgewachsen, es gibt also nur eine Antwort.

Ihr ewiges Sport-Idol?

Reinhold Messner, ein grandioser Bergsteiger, der zeigt, was geht. Er hat mal gesagt: "Ich lerne, wenn ich gescheitert bin, nicht wenn ich Erfolg hatte."

Ein prägendes Erlebnis?

Lange Zeit waren es die Olympischen Spiele in München. Seit zehn Jahren sind es die Skimeisterschaften der bayerischen Arbeitsagenturen und Jobcenter.

In welcher Disziplin wären Sie Olympiasieger?

Im Florettfechten, eine Kombination aus Konzentration, Kondition, Koordination und Raffinesse.

Mit welcher Sportlerin/welchem Sportler würden Sie gerne das Trikot tauschen?

Eigentlich lebe ich gern mit mir. Wenn, dann mit dem Sieger der ersten Senioren-Leichtathletik-WM 1975, der mit 91 den 100-m-Lauf seiner Altersklasse gewann.

Unter der Rubrik "Formsache" fragt die SZ jede Woche Menschen nach ihrer Affinität zum Sport. Künstler, Politiker, Wirtschaftskapitäne - bloß keine Sportler. Wäre ja langweilig.

© SZ vom 09.07.2020

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite