Kurze Ecke:Doping - und es existiert doch

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Die DFB-Ärzte sind sich offenbar uneins, ob verbotene Substanzen im Fußball eine Rolle spielen oder nicht. BFV-Chef Rainer Koch ist des Dopings ganz sicher unverdächtig. Sonst wäre er noch schneller gewesen.

Der Fußball ist in seinen Grundfesten erschüttert. Gerade hatte DFB-Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ein für allemal festgelegt, dass Doping im Fußball erstens nicht existiert und zweitens nichts bringt, was einer sportpäpstlichen Doktrin gleichkam, da veröffentlichte der Bayerische Fußball-Verband (BFV) auf seiner Homepage eine Meldung, derzufolge DFB-Arzt Tim Meyer dreist das Gegenteil behauptet. Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Regeneration - klar gäbe es Substanzen, die hier helfen würden, so seine blasphemische Überzeugung. BFV-Chef Rainer Koch ist des Dopings unverdächtig, weshalb er gerade in punkto Schnelligkeit kleine Defizite aufweist. Vom Schlusspfiff beim 2:2 der Sechziger bis zu Kochs schriftlicher Gratulation vergingen elf lange Minuten.

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