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"Formsache":Stark aufbrausend

Jürgen Kirner, 60, hier bei einem der letzten öffentlichen Auftritte Anfang März als Fastenprediger.

(Foto: Claus Schunk)

Volkssänger Jürgen Kirner öffnet Sektflaschen bis zur Selbstaufgabe. Seine sportliche Höchstleistung, sagt er, war die schwimmende Durchquerung des Langwieder Sees - "ohne Verschnaufpause".

SZ: Sport ist ...

Jürgen Kirner: ...schön, wenn sich Menschen dafür begeistern können. Die Fähigkeit dafür fehlt mir leider gänzlich.

Ihr aktueller Fitnesszustand?

Ist so gut, dass ich ohne aus der Puste zu kommen vier Stockwerke übers Treppenhaus in wenigen Minuten schaffe.

Felgaufschwung oder Einkehrschwung?

Logischerweise Einkehrschwung! Am liebsten in einem meiner Stammwirtshäuser, in heftiger Intensität, bis zur Selbstaufgabe.

Sportunterricht war für Sie...?

Die Erkenntnis, dass Sportpädagogen mitunter auch nur Menschen sind, die körperliche Schwächen, d.h. Platt-, Senk- und Spreizfüße haben.

Ihr persönlicher Rekord?

Keine Urkunde bei den Bundesjugendspielen erhalten zu haben.

Stadion oder Fernsehsportler?

Weder noch - lieber Bühnensport!

Bayern oder Sechzig?

Beide Vereine begeistern mich, denn ihre Mannschaften verfügen über grandiose Spieler mit Frauen von herausragender Intelligenz und geistiger Schönheit.

Ihr ewiges Sport-Idol?

Boris Becker, der selbst im Dschungelcamp noch eine gute Figur machen würde.

Ein prägendes Erlebnis?

Die schwimmende Durchquerung des Langwieder Sees ohne Verschnaufpause.

In welcher Disziplin wären Sie Olympiasieger?

Eindeutig im Sektflaschen öffnen. Diese Sportart würde die Spiele ungemein bereichern.

Mit welcher Sportlerin/welchem Sportler würden Sie gerne das Trikot tauschen?

Mit Thomas Hitzlsperger. Er vereinigt Können, Durchhaltevermögen, Klugheit und Mut.

Unter der Rubrik "Formsache" fragt die SZ jede Woche Menschen nach ihrer Affinität zum Sport. Künstler, Politiker, Wirtschaftskapitäne - bloß keine Sportler. Wäre ja langweilig. - Zusatzhinweis: Die Fragen (etwa die nach den Stadionbesuchen) und auch die Antworten sind zeitlich wie inhaltlich unabhängig von der aktuellen Corona-Pandemie zu verstehen.

© SZ vom 28.05.2020 / SZ

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