Sollner S-Bahn-Attacke 42 Verletzungen, in der Gesamtheit tödlich

Rund vier Wochen nach dem gewaltsamen Tod von Dominik Brunner am S-Bahnhof München-Solln liegt das Obduktionsergebnis vor.

Dutzende Verletzungen, besonders schwere an Kopf und Oberkörper: Etwa vier Wochen nachdem Jugendliche den 50 Jahre alten Manager Dominik Brunner am S-Bahnhof Solln zu Tode geprügelt haben, liegt nun das Ergebnis der Obduktion vor.

Der gewaltsame Tod des 50-Jährigen auf dem S-Bahnhof in München-Solln am 12. September hatte bundesweit Bestürzung ausgelöst.

(Foto: Foto: ddp)

Die Gerichtsmediziner zählten insgesamt 42 Verletzungen, darunter 22 sehr schwere an Kopf und Oberkörper. Dazu kamen 20 Abschürfungen, Kratzer und Prellungen, wie die Bild-Zeitung berichtete.

In der Gesamtheit tödlich

Doch nach Informationen der Blattes war keine einzelne der Verletzungen für sich genommen tödlich. Eine Hirnblutung, ein Herzinfarkt oder ein Schädelbruch wurde demnach als Todesursache ausgeschlossen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Schläge und Tritte in ihrer Gesamtheit - verbunden mit einem Schock- und Erregungszustand - eine tödliche körperliche Belastung darstellten. Erschwert wurde die Obduktion dadurch, dass die Notärzte zwei Stunden lang versuchten, Brunner zu reanimieren - und dabei wohl mehrere Rippen brachen.

Der 50-Jährige Brunner hatte sich vor vier Wochen im Münchner S-Bahnhof Solln schützend vor vier Kinder gestellt. Zwei jugendliche Schläger hatten ihn daraufhin geschlagen und getreten. Sie sitzen in Untersuchungshaft.