München heute Kunstwerke aus Schwarzpulver / Beschwerden über 24-Stunden-Kiosk

In der Silvesternacht entfalten sich leuchtende Kunstwerke am Himmel, sie heißen Chrysanthemen, Päonien oder Brokat.

(Foto: SZ Grafik)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Julia Hägele

Auf den Rausch folgt der Kater, auf den Hochmut der Fall und nichts ist umsonst. Diese Allgemeinplätze gelten im Besonderen an Silvester, als wäre der letzte Abend im Jahr nicht sowieso immer auch Bürde: Wo soll ich feiern? Soll ich überhaupt feiern? Wen soll ich um 0 Uhr küssen? Was, wenn ich um 23.25 Uhr schon müde bin? Kann ich nicht einfach daheim bleiben und "Dinner for One" schauen? Silvester ist nicht einfach.

Die Tradition des Böllerns zeigt, dass die Kehrseite alles Schönen das Schmerzhafte und Ungesunde ist. Für den Moment, in dem sich schöne Feuerwerke in den Augen staunender Menschen spiegeln, gilt es gleich wieder zu bezahlen. Und zwar in Form enormer Mengen Feinstaubs in den Lungen und in richtig schlimmen Fällen mit Gliedmaßen.

Kein Gläschen Schampus zu viel kann übrigens entschuldigen, wenn Böller auf Personen geworfen werden. Wer das macht, muss mit einer Anzeige wegen "Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion" rechnen. Darauf steht eine Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsentzug. Dann würde das neue Jahr tatsächlich mit einem Knall beginnen, warnt meine Kollegin Sabine Buchwald. Dafür kennt sie auch die tollsten Formen der Feuerwerke.

Das Wetter: Im Tagesverlauf fällt immer wieder Regen bei maximal fünf Grad.

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