Sending:Erneut Kampf um den Tannengarten

Geplante Feuerwehrzufahrt würde den Biergarten gefährden

Von Birgit Lotze, Sending

Der Tannengarten ist schon wieder bedroht. Im Jahr 2014 war der kleine Biergarten an der Pfeuferstraße schon einmal in den Schlagzeilen gewesen. Damals wollte der Eigentümer die Gastwirtschaft, damals das "Spektakel", zum Wohnhaus machen und die Tiefgarageneinfahrt durch den Biergarten legen. Diesmal soll der Tannengarten nicht vollständig plattgemacht werden, doch es gibt Pläne, einen Teil als Feuerwehrzufahrt für einen Wohnblock an der angrenzenden Maronstraße zu nutzen. Der ohnehin kleine Biergarten würde in dem Fall rund ein Drittel seiner Sitzplätze und damit seine ökonomische Grundlage verlieren, befürchtet Kriemhilde Klippstätter, die Sprecherin der Initiative "Rettet den Tannengarten".

Die Bürgerinitiative, die den Biergarten damals gerettet hat, will wieder für ihn kämpfen. Auch der Bund Naturschutz hat sich eingeschaltet, er fordert, baumschonendere Alternativen zu prüfen. Ein oder zwei große, sehr alte Bäume des Biergartens müssten für einen Rettungsweg fallen. Aus stadtklimatischen und soziokulturellen Gründen solle eine grüne Oase, die der Begegnung dient, aber unbedingt erhalten bleiben, eine weitere Versiegelung und Nachverdichtung unterbleiben. Der Sendlinger Bezirksausschuss (BA) hat sich nach dem Bekanntwerden der Nachricht sehr schnell positioniert: "Der Tannengarten soll erhalten bleiben, wie er ist," hieß es dort einstimmig in der Sitzung in dieser Woche. Der Tannengarten sei ein wichtiger Grünbereich, dort dürfe nicht noch mehr versiegelt werden. Man müsse Alternativen prüfen. Der BA-Vorsitzende Markus Lutz (SPD) kündigte ein Gespräch mit der Branddirektion an.

© SZ vom 17.09.2021
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