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Schwerer Unfall in Moosach:Doppeldeckerbus rammt Bahnbrücke

Bus steckt in Unterführung fest

München-Moosach: Bus steckt in Unterführung fest

(Foto: dpa)

Die obere Etage wurde meterweit nach hinten geschoben: Ein dänischer Doppeldeckerbus ist in München-Moosach in einer Unterführung steckengeblieben. Zahlreiche Kinder und Jugendliche wurden verletzt, eine 17-Jährige schwer.

Von Tom Soyer

Schwerer Unfall in München: Am Sonntagvormittag, kurz vor zehn Uhr, hat ein dänischer Doppeldecker-Reisebus eine Eisenbahnbrücke an der Dachauer Straße in Moosach gerammt. Der vier Meter hohe Bus blieb in der nur 3,40 Meter hohen Unterführung stecken, die obere Etage wurde meterweit nach hinten geschoben, Teile des Daches aufgerissen und eingedrückt. Auch die untere Etage wurde in Mitleidenschaft gezogen.

40 Fahrgäste erlitten Verletzungen, eine 17-Jährige wurde schwer verletzt - sie musste mit Verdacht auf Schädel- und Wirbelsäulenverletzungen in einem Münchner Klinikum behandelt werden. Nach einer Meldung des dänischen Fernsehsenders TV2, der sich auf den Schulleiter beruft, hat ein weiteres Mädchen womöglich einen Rippenbruch erlitten. Bei den übrigen Unfallopfern stellten die Rettungskräfte vor allem Prellungen, Schürfwunden und einen Schock fest.

Die Schüler eines Handelsgymnasiums in Grenaa waren nach Angaben der Polizei auf dem Weg nach Dachau. Insgesamt hatten sich in dem Doppeldecker 55 Passagiere befunden, die meisten von ihnen Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren. Der Busfahrer blieb unverletzt. Der nicht ortskundige 53-Jährige hatte offenbar das Hinweisschild auf die maximale Durchfahrtshöhe übersehen.

Andreas Felsner von der Münchner Feuerwehr bezeichnet es als großes Glück, dass der Unfall in Anbetracht des Schadensbildes "so glimpflich abgelaufen ist" - sofern sich bei den Untersuchungen der Opfer in Münchner Kliniken nicht noch gravierendere Blessuren herausstellen sollten. An dem Bus entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 300.000 Euro.

Die Feuerwehr war nach dem Unfall sofort mit einem "massivem Aufgebot" von mehr als 60 Einsatzkräften angerückt, Polizei und Rettungsdienste waren mit ebenso vielen Rettern zur Stelle. Ein Spezial-Abschleppwagen zog das Buswrack am Sonntagmittag vorsichtig aus der Unterführung, unzählige Schaulustige sahen zu.

Unterdessen konnten die S-Bahnstrecke der Linie S1 bereits während der Aufräumarbeiten wieder freigegeben werden. Der gesamte Bahnverkehr in den ostbayerischen Raum sowie die S-Bahnlinie 1 Richtung Freising/Flughafen mussten für etwa zwei Stunden gesperrt werden. Ebenso kam es zu Behinderungen im Autoverkehr, weil die Dachauer Straße zwischen der Pelkoven- und der Max-Born-Straße gesperrt wurde.

© Süddeutsche.de/afis
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