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Sanierung:Drei Standorte als Gasteig-Ersatz

Philharmoniker prüfen Tonnenhalle, Aubinger Kraftwerk und Paketpost

Spätestens von 2020 an soll die Philharmonie am Gasteig generalsaniert und für mehrere Jahre geschlossen werden. Deshalb suchen die Münchner Philharmoniker schon seit Längerem ein Ausweichquartier. Jetzt konzentrieren sie sich auf drei mögliche Standorte: Neben Umbauten des alten Heizkraftwerks in Aubing und der Tonnenhalle an der Dachauer Straße wird nun auch die Paketposthalle an der Friedenheimer Straße geprüft. Der Freistaat hatte die Betonhalle zuletzt als Standort für einen neuen Konzertsaal ausgeschlossen. Am weitesten gediehen sind die Pläne der Allguth-Tankstellenbesitzer Michael und Christian Amberger. Sie bieten an, ihr altes Kraftwerk in Aubing zum Konzertsaal umzubauen. Parallel dazu wird aber auch die Tonnenhalle geprüft, ließ Kulturreferent Hans-Georg Küppers am Montag durchblicken. Rund um das Gebäude soll zwar von 2020 an das Kreativquartier mit Ateliers entstehen, aber dennoch solle untersucht werden, ob eine Interimsnutzung möglich wäre, sagte Christian Beuke, Pressesprecher des Orchesters. Geprüft werden solle aber auch, ob nicht doch - in kleinerer Dimension - die Pläne für die Paketposthalle an der Friedenheimer Straße verwirklicht werden könnten, die eine Investorengruppe um Anwalt Josef Nachmann 2015 vorgelegt hatte. Diese Überlegungen seien zwar noch nicht weit gediehen, gleichwohl strebe man eine Entscheidung bis Mitte des Jahres an, so Beuke. Zudem gibt es eine vierte Option, die das Orchester bislang ausschloss, die Küppers aber andeutete: Die Philharmoniker könnten vorübergehend im neuen Saal unterkommen, den der Freistaat im Werksviertel baut.