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Sanierung:"Der Zeitpunkt ist einfach blöd"

Sportler kritisieren Schließung der Olympia-Schwimmhalle

Münchens Spitzenschwimmer Alexandra Wenk und Florian Vogel üben harsche Kritik an der baldigen Schließung der Olympia-Schwimmhalle, ihrer wichtigsten Trainingsstätte für die Olympia-Vorbereitung. Für die diesjährigen Sommerspiele wollen sich die für die SG Stadtwerke München schwimmenden Athleten kommende Woche bei der deutschen Meisterschaft in Berlin qualifizieren. Von 9. Mai an schließt die Schwimmhalle komplett, "dann haben wir drei Wochen überhaupt kein Becken, wo wir trainieren könnten, und müssen nach Hamburg ausweichen. Es ist alles überhaupt nicht optimal", sagt Vogel im Interview mit der Süddeutschen Zeitung: "Ausgerechnet jetzt, wo man Athleten mit Olympiachancen in der Halle hat. Mich verärgert das sehr."

In München gibt es zwei weitere Becken mit 50-Meter-Bahnen. Doch für ein Training im Freiluftbecken des Dantebads ist die Witterung noch zu kalt, das Becken im Isar-Gymnasium ist in den Ferien geschlossen. Auch Alexandra Wenk, die von den Münchner Stadtwerken gesponsert wird, beklagt sich: "Ich hätte es gut gefunden, wenn man gesagt hätte: Wir machen die Sanierung erst nach den Spielen. Der Zeitpunkt ist einfach blöd." Außerdem bemängeln die beiden besten Münchner Schwimmer die Kommunikation: "Man hat nie jemanden sprechen können, es ist nie jemand an einen herangetreten von den Stadtwerken. Ich würde mich über ein Statement freuen", sagt Vogel, der mit Wenk von Juni an immerhin im großen Becken der Olympia-Schwimmhalle üben kann.

Die Sanierung der Olympia-Schwimmhalle dauert voraussichtlich bis April 2017.