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Polizei:Islamhasser attackiert Frauen wegen Kopftuch

Einer 17-Jährigen schlägt er sogar zweimal ins Gesicht und verletzt sie dabei. Ein Passant geht dazwischen.

Ein 38-jähriger Islamhasser hat am Montagabend eine Frau und deren Tochter in der U-Bahn angegriffen, weil diese Kopftücher trugen. Ein couragierter Fahrgast ging dazwischen und stoppte die Prügelattacke. Jetzt ermittelt der Staatsschutz der Münchner Kriminalpolizei gegen den Angreifer wegen eines politisch motivierten Delikts.

Am Montag gegen 20.15 Uhr bewarf der 38-jährige Münchner in einer U-Bahn, die vom Hauptbahnhof in Richtung Odeonsplatz fuhr, die Frau sowie ihre Tochter zunächst mit Servietten, beschimpfte sie und schrie sie an: Er sei Christ und Deutscher und hasse Muslime und Kopftücher, die Frauen sollten aus Deutschland verschwinden und in ihre Heimat zurückkehren. Dann ging der 38-Jährige auf die beiden Frauen los, schlug der 17-jährigen Tochter mit der Hand zweimal ins Gesicht und verletzte sie dabei. Auch die 46-jährige Mutter wollte er schlagen, verfehlte diese aber.

Weitere Tätlichkeiten verhinderte das beherzte Eingreifen eines unbekannten Mannes. Nach der Einfahrt des Zuges am Odeonsplatz wurde der 38-Jährige von der zwischenzeitlich alarmierten U-Bahnwache bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Die Mitarbeiter der U-Bahnwache wurden ebenfalls von dem Mann beleidigt und mussten ihn nach einem Fluchtversuch fesseln. Auch auf der Wache der Polizeiinspektion 11 beleidigte der Täter dort anwesende Polizisten.