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Polizei:151 Anzeigen wegen Corona-Verstößen

Zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Beschränkungen beschäftigen die Polizei in München. In den 48 Stunden vom Dienstag- bis zum Donnerstagmorgen ergingen insgesamt 151 Anzeigen, jede vierte in Bezug auf die Ausgangssperre. Einige scheinen es geradezu darauf anzulegen, beim Brechen der Regeln erwischt zu werden. Bei Feiern in Bogenhausen, in der Maxvorstadt und in Neuaubing ging es so laut zu, dass Nachbarn die Polizei riefen. Nach dem Einsatz in Bogenhausen laufen nicht nur Ermittlungen wegen Ruhestörung, sondern auch wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. "Aufgrund starken Marihuanageruchs in den Räumlichkeiten wurde hier noch ein Rauschgiftsuchhund hinzugezogen", berichtet die Polizei. Dabei sei in der Handtasche einer Frau Marihuana gefunden worden. Sie wurde außerdem, wie die anderen sieben Anwesenden, nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt. Partylärm führte die Polizei in eine Wohnung in der Maxvorstadt, in der die Beamten aber zunächst nur zwei Personen antrafen. Wie sich herausstellte, waren fünf Partygäste über die Terrassentür in den Innenhof geflüchtet, wo sie sich aber nicht lange verstecken konnten. Alle sieben wurden angezeigt. In Neuaubing löste die Polizei eine ebenso verspätete wie lautstarke Weihnachtsfeier mit sechs Teilnehmern auf, die ebenfalls Anzeigen erhielten.

© SZ vom 08.01.2021 / SZ
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