Parkgebühren am Flughafen Luft nach oben

Parken soll von 2015 an am Flughafen München teurer werden.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Der Flughafen München erhöht zum Jahreswechsel die Gebühren für Langzeitparker. Doch wer früh im Internet einen Parkplatz bucht, könnte in Zukunft sogar weniger zahlen.

Von Marco Völklein

Wer künftig mit dem Auto zum Flughafen fährt, wird für die Benutzung der Parkhäuser und -plätze teils deutlich mehr bezahlen müssen. So soll bereits zum 1. Januar 2015 der Höchstsatz für einen Tag Parken in den Terminal-nahen Parkhäusern von derzeit 29 auf dann 30 Euro steigen. Das ist eine Erhöhung um 3,4 Prozent. Wer sein Auto zwei Tage lang in unmittelbarer Nähe zu den Terminals abstellt, zahlt künftig 60 statt bislang 58 Euro. Unverändert bleibt indes der Stundensatz von vier Euro in den Terminal-nahen Anlagen.

Deutlich teurer werden zum Teil auch die "Urlaubparkplätze", die die Flughafengesellschaft entlang der Nord- und der Südallee anbietet (also die Parkplätze P41, P80 und P81). Hier müssen Autofahrer, die ohne Internet-Vorbuchung an die Schranke fahren und ihr Fahrzeug abstellen, künftig für eine Sieben-Tages-Miete 59 Euro zahlen. Bisher kostete die Woche dort nur 49 Euro. Wer sich im Internet den Parkplatz vorher bestellt hatte, zahlte bislang 39 Euro. Künftig steigt der Online-Preis auf bis zu 45 Euro für sieben Tage - allerdings nur in der Hauptsaison, also in der Zeit vom 30. März bis zum 31. Oktober. In der Nebensaison soll es für Online-Bucher zunächst mal bei den 39 Euro bleiben, versichert der zuständige Flughafenmanager Peter Bayer.

Internetangebote sind billiger als Konkurrenten

Vor allem mit dem Internetangebot lag der Flughafen preislich laut Bayer teils unter den Angeboten der Konkurrenten. Die bieten außerhalb des Flughafengeländes große Flächen an, bringen die Fluggäste mit Bussen zu den Terminals und holen diese nach ihrem Urlaub an den Abfertigungsgebäuden auch wieder ab. "Wir haben da zuletzt ein bisschen Marketing gemacht", sagt Bayer. Nun also werden die Preise direkt am Airport wieder steigen.

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Bayer will aber ohnehin die Kunden dazu bringen, sich künftig möglichst per Internet einen Parkplatz vorab zu sichern. Denn damit können die Parkraum-Manager des Flughafens die Auslastung ihrer Anlagen besser steuern. Von März an sollen die Preise bei Online-Bestellungen variieren: Ähnlich wie bei der Bahn oder bei Fluggesellschaften gibt es dann unterschiedliche Preise - je nachdem, wie früh (oder spät) der Kunde den Parkplatz gebucht hat. Außerdem will Bayer über diverse Sonderangebote, beispielsweise in den Schulferien, die Leute in die Parkhäuser direkt an den Terminals locken.

Busse fahren nachts nun alle 20 Minuten

Auch die Busanbindung vom Urlauberparkplatz P41 zum Terminal wird verbessert. Denn Fluggäste, die dort ihr Auto abstellen, müssen erst in die Busse der MVV-Linie 635 steigen, die von Freising kommend den Airport ansteuert. Um den Passagieren auch in den frühen Morgen- und den späten Abendstunden lange Wartezeiten bis zum Eintreffen des nächsten Busses zu ersparen, zahlt der Flughafen nun "einen hohen fünfstelligen Betrag" an den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV). Der lässt dafür den 635er alle 20 Minuten fahren - und zwar durchgehend von 4 Uhr morgens bis 0.30 Uhr.

Gut genutzt wird laut Bayer das "Sicherheit- und Komfortparken" am Terminal 2. Vor allem gut betuchte Kunden nutzen den Service, bei dem sie nur kurz ins Parkhaus rauschen, den Autoschlüssel abgeben - und dann sofort zum Gate durchstarten. Mitarbeiter des Flughafens parken das Auto; tanken es auf Wunsch auch voll und reinigen es innen wie außen. Dieser Rund-um-Service kostet zwar extra, allein den Parkservice für das Auto lässt sich der Flughafen mit zusätzlich 17 Euro vergüten - pro Tag wohlgemerkt. Dennoch "ist die Hütte voll", sagt Bayer. Die bislang 600 Stellplätze, die dafür reserviert sind, will er im Frühjahr aufstocken - um gut 100 weitere Plätze.