Neues Hotel an der Bavaria Imposanter Bau für die Jugend

Zum Teil mit Kupfer verkleidet: Das "Augustin" im Schatten der Bavaria ist ein markanter Blickpunkt geworden.

(Foto: Robert Haas)

Stiftung der Augustiner-Brauerei eröffnet 200-Betten-Haus

Von Franz Kotteder

Bei einem "Jugendhotel" stellt man sich ja gemeinhin Mehrbettzimmer mit Stockbetten vor sowie einem Aufenthaltsraum, der schon bessere Zeiten gesehen hat. Wer derartige Vorurteile hegt, der möge sich hinter die Bavaria begeben. Denn dort, direkt neben der denkmalgeschützten Alten Kongresshalle, steht ein neues Jugendhotel namens Augustin. Bei dessen Anblick denkt man freilich eher an die Jeunesse dorée vom Starnberger See und vom Strandbad Undosa als an Rucksackreisende aus Australien mit schmalem Budget.

Die imposante Fassade, zum Teil mit glänzendem Kupfer verkleidet, ist ein markanter Blickpunkt geworden. Gebaut hat das quaderförmige Ensemble die Edith-Haberland-Wagner-Stiftung, der knapp 51 Prozent der Augustiner-Brauerei gehören - daher der Name Augustin. Die Stiftung, gegründet von der letzten, kinderlos gebliebenen Brauerei-Erbin, fördert viele soziale und kulturelle Projekte. Ihr gehört auf der Theresienhöhe auch die Alte Kongresshalle, die 1952 von den Architekten Etzold, Strobl und Freymuth als sogenanntes retrofuturistisches Gebäude entworfen worden ist - und die von der Stiftung aufwendig saniert wurde. Als Ergänzung dazu entschied man sich nun für ein Jugendhotel, die Stiftung betreibt ähnliche Einrichtungen bereits an der Münchner Senefeldstraße, beim Hauptbahnhof und in Bad Gastein in Österreich.

Das Augustin entstand in den vergangenen zwei Jahren nach Plänen des Münchner Büros Schumann + Partenfelder Architekten als Hotel für Jugendliche und Familien. Es bietet 200 Betten in verschieden großen Schlafräumen, die vor allem auch für Familien geeignet sind - insgesamt sind es 46 Zimmer und ein Restaurant wird es ebenfalls geben. Derzeit befindet man sich noch in der Phase des "Soft Openings"; die offizielle Eröffnung des Hauses ist für Ende Juni geplant. Daher will sich die Stiftung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht weiter äußern.

Ähnlich verhält es sich mit der Frage, was es mit den Umbauarbeiten im Biergarten und an den historischen Sälen des Augustinerkellers an der Marsstraße auf sich hat. In den vergangenen Wochen wurde der Schank- und Küchenbereich des Biergartens großflächig umgebaut und saniert. In den nächsten Monaten kommt dem Vernehmen nach das Kellergebäude dran. Über die Sanierung und die Umbauten will die Brauerei erst berichten, wenn das Ende der Arbeiten absehbar sein wird.