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Neue Deutschland-Zentrale:Es half alles nichts

In Unterschleißheim läuft der Mietvertrag für den Firmensitz eigentlich 2015 aus, mit dem bisherigen Vermieter handelte Microsoft eine Verlängerung bis zum Umzug aus. Dort war das Gebäude nicht nur zu klein, um es an die neuen Bürokonzepte anpassen zu können, sondern auch in punkto Energieeffizienz in die Jahre gekommen. Die Unterschleißheimer Stadtverwaltung hatte sich dennoch ins Zeug gelegt, um das wichtigste Unternehmen zu halten, unter anderem über einen Geothermieanschluss.

Bei der Einweihung der nun aufgegebenen Zentrale im Oktober 2000 hatte sich der damalige Bürgermeister Rudolf Zeitler (CSU) genauso euphorisch über die Ankunft des Softwareriesen in Bayern gezeigt wie der damalige Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU). Die Entscheidung Microsofts für Unterschleißheim sei von "entscheidender Bedeutung" für die Gemeinde. Das gelte nicht nur für die Gewerbesteuer, sondern auch für die "Magnetfunktion", die Microsoft auf andere High-Tech-Unternehmen ausübe. Von dieser profitiert nun München.

Microsoft Deutschland ist die zweitgrößte Tochter des Softwareunternehmens aus Redmond in den USA, weltweit beschäftigt es knapp 100.000 Mitarbeiter in 113 Niederlassungen. Die deutsche Tochter kümmert sich um das Marketing der Produkte und betreut Kunden sowie Partner. Die Forschung in München kümmert sich vor allem um die Schwerpunkte IT-Sicherheit, Datenschutz, und mobile Anwendungen.

© SZ vom 08.11.2013/segi
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