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Neubau:Ein Mediencampus für Arri

Das neue "Arrial" des Unternehmens an der Herbert-Bayer-Straße soll Ende 2018 bezugsfertig sein. Simulation: Arri

Der Kamera-Hersteller und Film-Dienstleister beginnt mit dem Bau seiner neuen Firmenzentrale in der Parkstadt Schwabing

Von Alfred Dürr

Der Auszug eines weiteren Traditionsunternehmens aus der Innenstadt rückt näher. Arri, der weltweit führende Kamera-Hersteller und Anbieter von verschiedenen Produktionsdienstleistungen für die Filmindustrie, hat mit dem Bau seiner künftigen Firmenzentrale in der Parkstadt Schwabing begonnen. Der Rohbau für das Projekt "Arrial" soll bis Ende kommenden Jahres fertig sein. Im Dezember 2018 könnten die ersten Abteilungen einziehen. Was dann aus dem bisherigen Stammsitz mit dem Kino an der Türkenstraße wird, ist nach Auskunft von Unternehmenssprecher Heiko Meyer noch nicht entschieden.

Das "Arrial" an der Herbert-Bayer-Straße, gegenüber dem Einkaufszentrum der Parkstadt Schwabing, wird ein moderner Produktions- und Verwaltungscampus mit zwei drei- bis viergeschossigen Gebäuderiegeln sowie einem verbindenden Mittelbau mit begrüntem Innenhof. Rund 600 Arbeitsplätze sind in der neuen Zentrale vorgesehen. Das Gräfelfinger Architektenbüro Hoffmann Amtsberg fungiert als Generalplaner. Arri hat das Grundstück 2014 von der Stadt München erworben.

Einige Blocks entfernt von der Türkenstraße, an der Theresien-, Ecke Augustenstraße, verändert sich bereits ein anderes ehemaliges Arri-Grundstück. Wo sich früher im Hinterhof ein Kamerawerk befand, entstehen gerade luxuriöse Wohnungen. Das Areal des Stammsitzes könnte nach dem Umzug in die Parkstadt eine ähnliche Entwicklung nehmen. Das Unternehmen wurde 1917 in München gegründet, wo sich bis heute die Zentrale befindet. Arri hat eine Reihe von Standorten, zum Beispiel in Ismaning, bei den Bavaria-Filmstudios in Grünwald oder in der Nähe von Rosenheim. 2013 kam eine Sparte hinzu, bei der Arri-Produkte in der Medizintechnik Anwendung finden.

© SZ vom 11.11.2016
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