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Münchner Nachtleben für Studenten:Und ewig lockt das Lotterleben

Nerds, Sparfüchse, Hipster oder Schickis: Student ist nicht gleich Student. Doch Spaß haben kann trotzdem jeder auf seine Weise. Im Münchner Nachtleben gibt es für (fast) jeden Geschmack das Richtige. Hier unsere Tipps.

Beate Wild

18 Bilder

Tischfußballspiel in der Kneipe 'Netzer&Overath' in München, 2004

Quelle: Rumpf

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Nerds, Sparfüchse, Hipster oder Schickis: Student ist nicht gleich Student. Doch Spaß haben kann trotzdem jeder auf seine Weise. Im Münchner Nachtleben gibt es für (fast) jeden Geschmack das Richtige. Hier unsere Tipps.

Der Feierwillige

Bullenhitze, Bier und Bässe: Aus den Boxen dröhnen Metallica und Mando Diao, verschwitze Leiber reiben sich aneinander, auf der improvisierten Tanzfläche geben ein paar Mädels alles. Willkommen im Netzer (Baaderstr. 33). Wer sich von lästigen Uni-Prüfungsterminen und Abgabefristen nicht stressen lässt, ist in dem schummerigen Club gut aufgehoben. Ums Reinkommen muss man sich auch keine Sorgen machen, wenn es zu voll ist, kommentiert der Türsteher dies mit einem schlichten "Wenn ihr euch das antun wollt, dann schaut's halt mal rein".

Studentin jobbt als Bedienung

Quelle: RUMPF, STEPHAN

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Der Nerd

Der sagenumwobenste Studententyp ist wohl der Nerd. Denn nicht alle Computerfreunde tragen Glasbausteine im Brillengestell und ausgeleierte Strickpullis. Mittlerweile ist der Nerd schon gesellschaftsfähig geworden - spätestens seit der Erfolgsstory von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Nerds trinken gerne Bier und diskutieren dabei über die neuesten Errungenschaften des digitalen Universums. Wo könnten sie das besser als im Klenze 17 (Klenzestr. 17)?

Kneipen München, Auswirkungen des Rauchverbots, Schall und Rauch, Schellingstraße, 19.4.2011

Quelle: Elisabeth Schmidt

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Der Hartgesottene

Cuba Libre, bis einen Zentimeter unterm Rand gefüllt mit Rum - das gibt's nur im Schall & Rauch (Schellingstr. 22). Hier bekommt man für sein gutes Geld noch ordentlich was eingeschenkt. Deshalb ist die Kneipe in der Maxvorstadt auch so beliebt bei den Studenten. Tagsüber kann man hier Pasta essen und Kaffee trinken, abends wird gefeiert mit Drinks, die es in sich haben. Ganz nach dem Motto: "Ist er zu stark, bist du zu schwach."

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Quelle: Stephan Rumpf

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Der Traditionsbewusste

Gleich ein paar Meter weiter liegt der Atzinger (Schellingstr. 9). In dieser Wirtschaft haben schon Generationen von Studenten ihre freie Zeit verbracht. Hier gibt es deftiges Essen, Bier vom Fass und gute Gespräche. Und es geht eher gediegen zu.

Barfrau im "Barschwein" in Schwabing, 2004

Quelle: Stephan Rumpf

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Der Sparsame

München ist ein teures Plaster und Studenten haben in der Regel einen schmalen Geldbeutel. Da trifft es sich gut, dass es das Barschwein (Franzstr. 3) in Schwabing gibt.

Das Helle (0,4 Liter) kostet dort nur 2,20 Euro, ein Wodka Lemon fünf Euro. Bei diesen Preisen wundert es nicht, dass das Partyvolk auch unter der Woche bis in die frühen Morgenstunden feiert - zu Gassenhauern wie Udo Jürgens "Ich war noch niemals in New York".

59to1

Quelle: Susanne Popp

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Der Indie-Fan

München gilt nicht gerade als ein Hort der Subkultur - doch das täuscht, können wir zur Beruhigung aller Erstsemester sagen, die auf Indie und Alternative stehen. Das 59:1 (Sonnenstr. 27) lässt die Herzen aller dünnbeinigen Hornbrillenträger und Kotelettenanhänger höher schlagen. In dem kleinen Club tanzen Studenten zu Indie-Sound von Arcade Fire über Interpol bis The XX. Das Ambiente ist Retro, die Preise fair. Und auch wer kleine Konzerte von Geheimtipps-Bands hört, ist im 59:1 genau richtig.

xcess münchen

Quelle: Benjamin Krischke

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Der Exzessive

Partywütige Studenten sind im X-Cess optimal aufgehoben. Wie der Name des Lokals schon sagt, ist die Stimmung hier oftmals am Überkochen. Der Clou: Es darf jeder auflegen, wenn er sich zuvor in eine Warteliste eingetragen hat. Ein weitere Vorteil: Besuch aus anderen Teilen Deutschlands kann man damit garantiert beeindrucken. München kann auch unkonventionell sein!

Nachtlokal 'Pimpernel' in München, 2010

Quelle: Alessandra Schellnegger

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Der Bummelstudent

Wer gar nicht nach Hause gehen will und kein Problem damit hat, von der Bar direkt in den Vorlesungssaal zu stolpern, landet in der Regel im Pimpernel (Müllerstr. 56) im Glockenbachviertel. In dem Nachtlokal tummeln sich Lebenskünstler, Partypeople, einsame Herzen und Studenten. Denn wer sonst kann es sich schon erlauben, die Nacht durchzufeiern?

Interaktiver Spaziergang Schwabinger Krawalle

Quelle: Florian Peljak

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Der Zecher

Auch nach dem Umzug der legendären Schwabinger 7 (Feilitzschstr. 15) gilt nach wie vor: Der Tresen der "Schwasi" ist das Paradies der leidenschaftlichen Zecher. Das Schöne ist, dass man hier auf alle möglichen Leute treffen kann: Lehrer, Malermeister, Zivilpolizisten, Schriftsteller - und Studenten. Und alle in trautem Miteinander. Wo gibt es das sonst schon in München?

Backstage in München, 2010

Quelle: lok

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Der Alternative

Das Backstage (Wilhelm-Hale-Str. 38) ist was für Studenten, die mit dem Mainstream in der Münchner Innenstadt nichts zu tun haben wollen. In dem Veranstaltungszentrum an der Friedenheimer Brücke kann man seiner Konzert-Leidenschaft genauso frönen wie im Sommer dem gemeinsamen Grillen im Innenhof, den Live-Übertragungen von großen Fußball-Spielen und durchgetanzten Rave-Wochenenden. Wenn es in München noch Ökos gibt, dann hier.

Eröffnung des renovierten P1 in München, 2010

Quelle: Alessandra Schellnegger

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Der Paarungswillige

In Studentenkreisen hat die 089 Bar (Maximiliansplatz 5) den Spitznamen "Hin & Mit". In keinem anderen Club der Stadt wird so viel geflirtet - und offensichtlich mit großen Erfolg - wie in dem Szenelokal in der Innenstadt. Hier tummeln sich Partykönige und Dancefloor-Queens, die vor allem eines wollen: Spaß haben.

Currywurstbude "Bergwolf" in München

Quelle: Stephan Rumpf

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Der Bodenständige

Fast wie daheim im Ruhrpott: Currywurst mit Pommes rot-weiß, dazu ein Herrengedeck, also Bier und ein Stamperl Schnaps. Freunde einfacher kulinarischer Genüsse fühlen sich im Bergwolf (Fraunhoferstr. 17) pudelwohl. Zumindest kann man sich hier eine gute Grundlage schaffen - und danach weiterziehen in eine der vielen Bars im Glockenbachviertel.

P1 in Garmisch

Quelle: Lisa Sonnabend

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Der Edelstudent

Nicht alle Studenten müssen auf den Geldbeutel achten. Es gibt welche - und in München sind das nicht mal wenige - die Armani-Anzüge tragen, mit Papas Porsche in die Disco fahren und dort Magnum-Flaschen Champagner spendieren. Für dieses Klientel gibt es das P1 (Prinzregentenstr. 1). In dem Schickimicki-Club feiern die Reiche und die Schönen. Wer sich das Ganze nämlich nicht leisten kann, sollte jung, weiblich und blond sein. Dann dürfte es kein Problem sein, einen edlen Spender zu finden.

Atomic Cafe

Quelle: Michaela Förster

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Der Britpopper

Es ist Pete Dohertys Lieblingsclub in München: Das Atomic Café (Neuturmstr. 4). Fast jedes Mal, wenn er in der Stadt ist, schaut er hier vorbei. Und auch sonst eilt dem kleinen, feinen Club in der Münchner Innenstadt der Ruf eines exzellenten Bookings voraus. Angesagte Bands wie Metronomy oder Crystal Fighters feierten hier fulminante Auftritte. Einfach legendär. Für Studenten mit alternativen Musikgeschmack.

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Quelle: Robert Haas

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Die Wohnzimmer-Fans

Wer ein zweites Wohnzimmer sucht, ist im Cafe Kosmos (Dachauerstr. 7) richtig. Üppige Teppiche sind hier ausgerollt, alte Sessel sind um die Tische gruppiert, ein Fernseher aus längst vergangenen Jahrzehnten steht auf einer Kommode. Die Heizung lässt an kühlen Wintertagen die Temperaturen so hoch wie in Omas Wohnung steigen. Das Café Kosmos ist gemütlich eingerichtet, das Bier ist günstig und die Gin-Auswahl hervorragend.

Kneipe München

Quelle: Alessandra Schellnegger

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Münchner Nachtleben für Studenten:Kneipe München

Der Entspannte

Das Jennerwein (Belgradstr. 27) ist der Zufluchtsort für Studenten, die mal eine Auszeit vom Lernstress brauchen. Die Kultkneipe in Schwabing gibt es schon seit 1961. Sie ist winzig und deshalb immer bumsvoll. Aber wo kann man schöner über den Sinn des Lebens diskutieren und dabei drei Jägermeister für nur fünf Euro trinken? Eben.

Bob Beaman Club München

Quelle: Lisa Sonnabend

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Der Hipster

Seit einem Jahr haben Münchens Hipster einen neuen Zufluchtsort gefunden: das Bob Beaman (Gabelsbergerstr. 4). Hier tanzen Schiebermützen-tragende Studenten und Mini-berockte Studentinnen zum Sound angesagter DJs. In ist, wer drin ist.

"Barer 61" in München, 2009

Quelle: Stephan Rumpf

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Die Couch-Potato

Und zuguter Letzt gibt es unter den Studenten auch die typische Couch-Potato. Er verbringt seine Abende lieber auf dem Sofa mit einem guten Buch als in einer angesagten Szenebar am Tresen. Doch auch dieser Typ muss mal raus - weil er Hunger hat oder mal ein paar Vitamine braucht. Diesen scheuen Gestalten sei das Café Barer 61 (Barerstr. 61) empfohlen. Es hat nur bis 22 Uhr geöffnet, genau richtig, um nach den Vorlesungen noch einen Plausch mit den Kommilitonen zu halten und trotzdem rechtzeitig im Bett zu liegen. Tipp: Die frisch gepressten Säfte schmecken himmlisch.

© sueddeutsche.de

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