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Stammstrecke:Entwässerungssystem war offenbar überlastet

Land unter: Der S-Bahn-Tunnel zwischen Hauptbahnhof und Hackerbrücke war am Dienstag plötzlich überflutet

(Foto: Shar Per)

Die Deutsche Bahn findet die Ursache, warum die Stammstrecke vor einer Woche unter Wasser stand. Es habe ein Problem mit dem Ablauf gegeben, sagt ein Sprecher.

Die Deutsche Bahn hat offenbar die Ursache gefunden, warum der S-Bahntunnel am Dienstag vor einer Woche unter Wasser stand und der Zugverkehr zum Erliegen kam. Grund sei das Entwässerungssystem der Stammstrecke, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Dem System sei es nicht gelungen, das sich im Tunnel ansammelnde Wasser abzutransportieren. "Es gab ein Problem mit dem Ablauf", sagte ein Bahn-Sprecher. Einen "Wassereinbruch", bei dem Wasser zum Beispiel durch ein kaputtes Rohr oder einen Riss in der Wand in den Tunnel dringt, habe es hingegen nicht gegeben.

An jenem Dienstag hatte Wasser die Gleise auf dem Streckenabschnitt zwischen Hauptbahnhof und Hackerbrücke auf einer Länge von 150 Metern überflutet. Die Züge standen still, Hunderttausende Pendler waren von der Störung, einer der schwersten in der jüngeren Zeit, betroffen. Rund elfeinhalb Stunden brauchten die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk, um das Wasser abzupumpen. Seit dem Zwischenfall, so heißt es in der Mitteilung, verzeichne man "keinen erhöhten Wasserandrang mehr".

Die Bahn habe zudem die geplante Sperrung des Stammstreckentunnels am vergangenen Wochenende genutzt, "um an mehreren Stellen das Tunnelbauwerk komplett freizulegen" und Untersuchungen durchzuführen. Der Tunnel sei demnach dicht, das Bauwerk trocken. Ein unabhängiger Bausachverständiger soll die Ergebnisse bestätigen. Die Bahn geht unterdessen davon aus, dass "eine solche Störung an dieser Stelle nicht mehr eintritt".