bedeckt München

Medizinischer Hanf für Schmerzpatienten:Wie weggeblasen

Thorsten Hetfeld, Schmerzpatient, Cannabis Schmerztherapie.

Thorsten Hetfeld reichen fünf Gramm gerade, um über den Vormittag zu kommen.

(Foto: Photographie Peter Hinz-Rosin)

Thorsten Hetfeld hat zehn Jahre lang im Rollstuhl gesessen. Mit Cannabis könnte er in Zukunft wieder schmerzfrei gehen, aber jetzt ist er pleite.

Von Korbinian Eisenberger

Es ist Mittag, die Sonne scheint über Forstinning und Thorsten Hetfeld hat sich gerade seinen dritten Joint angezündet. Joint? Hetfeld, ein IT-Ingenieur, würde das anders formulieren, "Hanftüte" klingt da schon viel seriöser. "Ich bin kein Genusskiffer", sagt Hetfeld, Jeans, Hemd, Pferdeschwanz, beim Gehen zieht der 47-Jährige seinen Fuß nach. Dass er sich überhaupt wieder schmerzfrei auf seinen Beinen durch den Garten bewegen kann, komme ihm noch immer unwirklich vor, sagt Hetfeld und bläst eine weiße Dunstschwade über den Tisch. "Das geht nur durch die starke Dosierung", sagt er, selbst Gewohnheitskiffer würde es damit wahrscheinlich nach zwei Zügen umhauen. "Es ist aber die einzige Medizin, die mir je geholfen hat", sagt er.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Tag der Nachbarn
Mietrecht
Wenn der Nachbar keine Ruhe gibt
Infektionsschutz in Thüringen
Covid-19
Wer sich wo mit Corona ansteckt
Post-Corona
Das Leben danach
Symbolbild Warten
Pandemie
Leben in der Warteschleife
Weddings in the Coronavirus pandemic
Kalifornien
Paradise Lost
Zur SZ-Startseite