Lokalrunde Bei Gerti und beim Alfons

Schmeckt's? Das kann man ausgiebig ausprobieren bei der Messe Wein München auf der Praterinsel.

(Foto: Picasa)

Von Franz Kotteder

Gerade eben, die SZ hat das berichtet, ist die Neuauflage des Boazn-Quartetts erschienen, und sein Macher Martin Emmerling stellte dabei fest, dass die Stüberl am Aussterben sind - jene Orte der Kleinstgastronomie, die gerne nach dem Vornamen ihres Wirts oder ihrer Wirtin benannt sind. Bei Otto etwa, oder Bei Gerti. Immerhin haben wir in München noch eine veritable Spitzengastronomie, die wenn schon nicht unsere Boazn, so doch wenigstens die Bezeichnung mit Vornamen rettet.

So heißt das Restaurant Dallmayr nun Alois, die traditionsreiche Kugler-Alm in Oberhaching inzwischen Franz Xaver, und Alfons Schuhbeck gab diese Woche bekannt, dass er sein Sternerestaurant am Platzl umbenannt hat - vom etwas ausufernden "Schuhbecks Fine Dining im Boettners" kurz und knapp in Alfons. Das geht nicht nur seinen vielen Fans viel leichter von den Lippen, sondern hilft auch gegen Schwellenängste. Kollegen wie der Sternekoch Johann Rappenglück sind da noch nicht so weit. Rappenglück schied erst aus dem Les Deux aus und jetzt auch aus seiner Beteiligung am Weinhaus Neuner, um an den Tegernsee zu ziehen und dort ein eigenes Restaurant aufzuziehen. Nicht etwa das Johann oder das Hansi, wie man meinen könnte, sondern die Schlossbrennerei im ehemaligen Kloster Tegernsee. Er will dort vor allem Klassiker der Alpenküche auf die Speisekarte setzen.

Wer am Donnerstag bei der Präsentation des österreichischen Weinviertels in der Tonhalle gewesen ist, kann am Freitag gleich mit der Messe Wein München auf der Praterinsel weitermachen. Rund 100 Winzer, überwiegend aus Deutschland, aber auch aus anderen Ländern, werden dort mehr als 900 zumeist neue Weine vorstellen. Auch Destillateure sind vertreten (Wein München, Praterinsel 3-4, Freitag, 13-19 Uhr, Samstag, 12-19 Uhr, Sonntag, 12-18 Uhr, Tageskasse: 13 Euro, www.weinmuenchen.de).