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Lange Nacht der Museen:Tour West: Ein Drink mit Ella

Als im Mai dieses Jahres die Städtische Galerie im Lenbachhaus wiedereröffnet wurde, schwebten die kunstbeflissenen Münchner sogleich im siebten Himmel. Der von dem britischen Stararchitekten Norman Foster konzipierte Umbau und der angefügte Neubau mit seinen markanten Fassaden aus gewölbten Gelbmetallblechen erlebten vom ersten Öffnungstag an einen Publikumsansturm, der sich bis heute kaum gelegt hat.

SZ-Extra 17.10.

Das Amerikahaus zeigt Eisbärfell mit Polarforscher.

Es ist also mit einiger Sicherheit davon auszugehen, dass das neue Lenbachhaus nur wenige Monate nach seiner Rückkehr in den Kunstbetrieb zu den ganz heißen Spots der Langen Nacht gehören wird, zumal es sich bei einem Drink unten an der Bar des Museumscafés "Ella", das einen schönen Blick auf die Propyläen gewährt, ganz gut aushalten lässt. Ella, das ist übrigens der Kosename, mit dem Wassily Kandinsky einst seine Lebensgefährtin Gabriele Münter bedacht hat.

Das Lenbachhaus ist aber nur eine bedeutende Adresse auf der Tour West, die vom Odeonsplatz über den Karolinenplatz, Königsplatz und das Schloss Nymphenburg bis zum Botanischen Garten führt. Die Reise könnte unter anderem Besuche in der Glyptothek, den Staatlichen Antikensammlungen, dem Paläontologischen Museum und dem Amerika-Haus beinhalten, wo eine Auswahl der faszinierendsten Fotografien aus der 125-jährigen Geschichte des Magazins der National Geographic Society zu sehen ist. Aber Achtung: Alleine das Lenbachhaus könnte schon sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.