Lange Nacht der Museen Tour Schwabing: Es geht hoch hinaus

Lange Nacht der Museen, Staatliches Museum Ägyptischer Kunst-'Abschied von der Residenz', 20.Oktober 2012, Foto : C : Stephan Rumpf

(Foto: Stephan Rumpf)

Die alten Ägypter hatten einen unerschütterlichen Glauben an das Leben nach dem Tod, deshalb wurde den Toten neben zahlreichen Beigaben auch immer eine kleine Statue mit ins Grab gelegt. Diese "Uschebtis" (zu deutsch: Antworter) sollten dem Verstorbenen im Jenseits helfend zur Seite stehen. Im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst werden in der Langen Nacht der Museen äußerst lebendige Uschebtis für Fragen der Besucher zur Verfügung stehen. Wer die im Mai eröffneten unterirdischen Ausstellungshallen noch nicht besichtigt hat, sollte die Gelegenheit nützen. Stündlich wird in einem Vortrag das Konzept der Dauerausstellung erklärt.

Auch in der Neuen und Alten Pinakothek, der vor kurzem erst wiedereröffneten Pinakothek der Moderne sowie im Museum Brandhorst werden am Samstag auskunftsfreudige Mitarbeiter unterwegs sein. Hier nennt man sie "Ciceroni" - wie die im 19. Jahrhundert tätigen Kunstvermittler in Anlehnung an Cicero.

Die Tour durch Schwabing beschränkt sich aber nicht nur auf die großen Museen im Kunstareal, sondern erstreckt sich bis hinaus zum Olympiapark, wo das BMW-Museum ebenso geöffnet ist wie das Rockmuseum im Olympiaturm, in dem ein Sammelsurium an Fotos, Schallplatten und handsignierten E-Gitarren zu sehen ist. Die letzte Station der Rundfahrt ist die Denkstätte Weiße Rose im Lichthof der Ludwig-Maximilian-Universität, wo das Junge Schauspiel Ensemble zum 70. Todestag der Mitglieder der Widerstandgruppe aus dem Briefwechsel und den Flugblättern der Geschwister Scholl liest.