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Unterschleißheim:Stillstand auf der Großbaustelle

Der Büro- und Gewerbepark wird wohl erst 2022 fertig.

(Foto: Stefan Rumpf)

Die Coronavirus-Pandemie stoppt die Arbeiten am Büro- und Gewerbepark "Koryfeum" in Unterschleißheim.

Von Irmengard Gnau, Unterschleißheim

Auf einer der größten Baustellen Unterschleißheims geht nichts mehr: An der Landshuter Straße, neben dem Business Campus, entsteht derzeit für mehr als 300 Millionen Euro ein weiterer moderner Büro- und Gewerbepark, das "Koryfeum". Seit einigen Tagen aber stehen die hohen Kräne still. Hintergrund ist nach Auskunft des Projektverwirklichers "Freo Group" die Corona-Pandemie. Da die Dauer der Pandemie noch nicht absehbar sei, habe man die Bauaktivitäten am "Koryfeum" vorläufig unterbrochen, auch um die Sicherheit der am Bau beteiligten Mitarbeiter zu gewährleisten. Das Unternehmen hoffe, dass die Pandemie eingedämmt werde und man Ende August mit dem Bau fortfahren könne, lässt sich Jan Heidelmann, Geschäftsführer am Standort München, zitieren.

Dadurch werden sich die Arbeiten auf der Baustelle freilich etwas in die Länge ziehen. Die Übergabe der ersten fertigen Flächen ist nun für das erste Quartal des Jahres 2022 geplant, statt wie ursprünglich für Ende 2021.

Kostenpunkt: Mehr als 300 Millionen Euro

Für insgesamt mehr als 300 Millionen Euro soll auf dem etwa 60 000 Quadratmeter großen Gelände am südlichen Ortseingang ein moderner Bürocampus entstehen. Der Investor plant, in drei Bauabschnitten insgesamt sechs Gebäude zu errichten, die flexibel nutzbare Arbeitsräume, Cafés und Restaurants, größere Versammlungsmöglichkeiten, Schulungsräume und Freizeitaktivitäten vereinen. Insgesamt sollen mehr als 80 000 Quadratmeter Mietfläche entstehen. Auch ein Hotel sei Gegenstand der Überlegungen, heißt es.

Wie viele Menschen einmal auf dem Gelände arbeiten werden, ist noch nicht klar. Denn noch steht nach Angabe der Freo Group nicht fest, wer einmal die Mieter des "Koryfeums" sein werden, obgleich Verhandlungen bereits liefen. Diese dürften in Unterschleißheim mit Argusaugen verfolgt werden. Schließlich kämpft die Stadt schon jetzt mit dem Verkehr. Wer zusätzliche Büroflächen baut, muss sich deshalb stets auch an der Frage messen lassen, wie er zusätzlichen Autoverkehr im Ort vermeiden will.

© SZ vom 10.08.2020/sab

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