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Unterhaching:Platz schaffen mit Parkverbot

Die SPD will Situation an der Biberger Straße entschärfen

Von Iris Hilberth, Unterhaching

Die Kreuzung, an der in Unterhaching die Bibergerstraße auf die Hauptstraße trifft, ist sehr häufig stark frequentiert. Vor allem in der Früh reicht selten eine Ampelschaltung, um durchzukommen. Denn an diesem südlichen Ende der Gemeinde gibt es nicht nur jede Menge Durchgangsverkehr, in diesem Bereich mündet auch die Abzweigung zum Utzweg und damit die Verbindung zu Gymnasium, Grundschule und Sportarena. Es ist allerdings weniger der fließende als der ruhende Verkehr, der jetzt SPD-Gemeinderat Sebastian Ruppert auf den Plan ruft. In der jüngsten Sitzung des Gremiums hat er den Antrag gestellt, ein absolutes Halteverbot in diesem Bereich zu erwirken.

Ruppert berichtete von einer "katastrophalen Parksituation". Immer mehr Gewerbetreibende sähen die Biberger Straße als private Parkplätze, auch "Dauercamper" häuften sich an diesem Parkstreifen stetig. Insbesondere im Kreuzungsbereich an der Hauptstraße werde der Parkraum immer weiter ausgereizt. "Hier wird auch schon mal nicht ordnungsgemäß mit zwei Reifen auf dem Bürgersteig geparkt, sodass Radfahrer und Fußgänger keine Möglichkeit haben, den Gehsteig zu benutzen", berichtete er in der Sitzung.

Ein absolutes Gefahrenpotenzial sieht Ruppert auch im Kurvenbereich der Hauptstraße. "Wenn hier ein Lkw, Die Feuerwehr oder ein Rettungswagen kommt und erst spät die entgegenkommenden Verkehrsteilnehmer erblicken kann, muss er gegebenenfalls eine Vollbremsung machen", sagte er und verwies darauf, dass die Fahrbahnbreite für zwei entgegenkommende Lastwagen nicht breit genug sei. An der etwa 50 Meter weiter nördlichen Kreuzung von Biberger Straße und Marxhofstraße seien ähnliche Szene zu beobachten. "Der Mindestabstand von vier Metern zum Kreuzungsbereich wird meist nicht eingehalten und birgt ein sehr hohes Risiko für Radfahrer und Autofahrer, die nicht richtig in die Biberger Straße einblicken können", mahnte Ruppert.

Das Problem ist für Unterhaching nun, dass dies eine Kreisstraße ist und die Gemeinde nicht einfach Halteverbotsschilder aufstellen kann, wie sie es teilweise in Wohngebieten getan hat, wo die Rettungskräfte wegen zugeparkter Kreuzungen nicht mehr durchkamen. Daher fordert die SPD nun die Gemeindeverwaltung auf, noch einmal auf den Landkreis zuzugehen und ein absolutes Halteverbot zwischen Hauptstraße und Einmündung Marxhofstraße sowie gegenüber bis zur Einfahrt des Alten- und Pflegeheims Labouré einzurichten.

© SZ vom 28.09.2020

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