Unterhaching:Kleiner Bahnhof

Der Spielplatz an der Lohestraße wird nach den Wünschen der Kinder umgestaltet

Von Iris Hilberth, Unterhaching

Ein paar ramponierte Wipptiere, eine quietschende Schaukel und etwas Sand machen noch keinen tollen Spielplatz. Die Gemeinde Unterhaching setzt ihr Vorhaben fort, die Freizeit-Areale für die Jüngsten in ihrem Ort attraktiver zu gestalten. Die Kinder dürfen dabei mitbestimmen, wie sie sich das Gelände zukünftig vorstellen, an welchen Spielgeräten sie besonders Gefallen finden und was auf keinen Fall fehlen darf. Eigentlich ist längst klar, was Kinder lieben: Flugzeuge, Feuerwehr, Eisenbahnen und Trampoline.

So ist auf dem Spielplatz an der Pittingerstraße inzwischen ein knallrotes Feuerwehrauto die Hauptattraktion. Fertig ist auch die Umgestaltung an der Budapester Straße auf der Stumpfwiese, wo ein riesiger Dreidecker gelandet ist. Jetzt wird auch der Spielplatz an der Lohestraße in Angriff genommen. "Fünf Varianten standen zur Wahl, von naturnah über kunterbunt bis hin zum Bahnhof", heißt es auf der Facebook-Seite der Gemeinde. Gewonnen hat - wie nicht anders zu erwarten - die Eisenbahn nebst großer Brücke. Es soll eine Spiellandschaft rund um die Bahn werden, mit Schaukeln und Rutschen, Klettermöglichkeiten und dem heiß ersehnten Trampolin. Die bereits bestehende Tischtennisplatte bleibt erhalten und wird ausgebessert. Es soll zudem weiterhin einen Sandplatz geben und eine freie Fläche zum Ballspielen. Im Juli hatte es zwei Ortstermine für alle Interessierten gegeben, dann wurde abgestimmt. Das Votum sei mit deutlichem Abstand für den Bahnhof-Spielplatz gefallen.

So war das auch beim Umbau des Spielplatzes an der Budapester Straße im Mai. Begeistert hatte eine große Mehrheit für das große blaue Flugzeug gestimmt. Mit einem Tower daneben entstand so eine interessante Spiellandschaft. Weniger erfreut darüber waren hingegen einige Anwohner, die vor allem die Höhe des Spielturms völlig inakzeptabel fanden, weil man von dem aus in ihre Reihenhausgärten schauen kann. Auch hier waren zwei Ortstermine vorangegangen, bei denen die Pläne detailliert erläutert wurden.

Ärger gab es dann aber trotzdem in der Gemeinderatsitzung, als der Flugplatz schon fast fertig war. Die Anwohner fühlten sich nicht ausreichend informiert, geradezu überrumpelt, dass sie fortan von ihrer Terrasse aus auf einen Tower blicken sollen und dabei auch noch beobachtet werden. Schließlich versprach der Gemeinderat den empörten Anwohner eine zusätzliche Hecke als Sichtschutz.

Der Plan für die Neugestaltung an der Lohestraße soll nun im September dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt werden. Wenn der dem Bahnhof zustimmt, werde schnell bestellt, "damit wir trotz der derzeit langen Lieferzeiten, im Frühling gleich mit der Neugestaltung beginnen können", verspricht die Gemeindeverwaltung.

© SZ vom 04.08.2021
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