Unterföhring Günstige, kleine Wohnungen

Unterföhring will im Wehnerhof Senioren und Junge unterbringen

Auf dem von der Gemeinde gekauften Wehnerhof an der Münchner Straße 85 in Unterföhring sollen schwellenfreie und behindertenfreundliche kleine Wohneinheiten für Senioren, aber auch für junge Unterföhringer entstehen. Das hat der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen. Die Kommunalpolitiker folgten damit einem Antrag der SPD-Fraktion.

Diese hatte sich dafür eingesetzt, dort Eineinhalb- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen zu bauen und dies in dem bereits in Arbeit befindlichen Nutzungskonzept, mit dem der Gemeinderat die Verwaltung im Januar beauftragt hatte, festzuzurren. Auf Vorschlag von Manuel Prieler, Fraktionssprecher der Parteifreien Wählerschaft (PWU), könnten im Erdgeschoss zudem zwei oder drei größere Wohnungen mit drei bis vier Zimmern für Familien mit Kindern entstehen.

Nach den Worten von SPD-Fraktionschef Philipp Schwarz könnten mit einer Anlage, die vor allem kleine Einheiten beheimatet, Anreize für einen Wohnungstausch geschaffen werden. "Wir stellen uns den Wehnerhof als eine Art Drehscheibe vor", sagte Schwarz in der jüngsten Sitzung. Senioren, die aktuell in größeren Gemeindewohnungen leben, würde ein Umzug schmackhaft gemacht, wenn im Wehnerhof der gleiche Quadratmeterpreis verlangt wird. Richtlinien für den Wohnungstausch müssten erarbeitet werden.

Die SPD hatte ihren Antrag damit begründet, dass es in Unterföhring einen erheblichen Bedarf an bezahlbaren Wohnungen gibt. Durch einen Wohnungstausch würden dann größere Wohnungen für junge Familien im gemeindlichen Bestand frei, die ansonsten nicht zur Verfügung stehen würden. Und auch junge Unterföhringer könnten profitieren, so die SPD, weil die neuen Wohnungen klein und finanzierbar sind.

Die Anregung von Grünen-Gemeinderätin Gisela Fischer, bei den Planungen auch sogenannte Cluster-Wohnungen zu berücksichtigen, bei denen sich je nach Bedarf die Wohnungsgröße flexibel verändern lässt, fand zumindest bei diesem Projekt keinen Gefallen im Gremium. Fischer und ihr Parteikollege Johannes Mecke stimmten deswegen gegen den SPD-Antrag - nicht ohne zu betonen, dass sie sich freilich immer für günstige Wohnungen einsetzten, aber gerade beim Wehnerhof auch auf "neue innovative Wohnformen" setzen wollten.