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Unterföhring:Familienhaus-Verein darf hoffen

Bürgermeister Kemmelmeyer sagt Unterstützung bei Suche nach fester Bleibe zu

"Wir haben viel erreicht. Vor uns liegt aber auch noch ein gutes Stück Arbeit" - so lautet das Fazit von Tanja Gernet, der ersten Vorsitzenden des Unterföhringer Vereins "Familienhaus" ein Jahr nach der Gründung. Die Hauptversammlung verlegte der Verein coronabedingt ins Internet; mehr als ein Dutzend Mitglieder trafen sich online, um auf die vergangenen zwölf Monate zurückzublicken. Auch Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (Parteifreie Wählerschaft, PWU) war als Gründungsmitglied digital dabei. "Familien haben in unserer Gemeinde einen hohen Stellenwert", sagte Kemmelmeyer in seinem Grußwort. Für ihn sei es mittelfristig unabdingbar, dass am Ort ein Familienzentrum aufgebaut werde. Die Suche nach dringend benötigten Räumlichkeiten - speziell nach Büroräumen - werde die Gemeinde tatkräftig unterstützen, versprach er. "Wir haben da schon konkret etwas im Auge, das wir dem Familienhaus anbieten können", sagte Kemmelmeyer. Eine Aussage, die den Verein besonders freuen dürfte, sucht er doch seit seiner Gründung nach passenden Räumen.

Gernet hob im Jahresrückblick besonders die vielen verschiedenen Veranstaltungsformate hervor. "Da war von Vorträgen, Treffs und festen Gruppen alles dabei", bilanzierte sie. Der Verein habe Familienthemen ebenso bedient wie Themen, die für Frauen von Belang seien. Froh sei man über das Erreichen der Gemeinnützigkeit und die Eintragung ins Vereinsregister. "Beides ist die Voraussetzung für das Entstehen eines Familienzentrums, für das wir der Trägerverein sind", sagte Gernet. Sie betonte nochmals das Ziel des Vereins, Familien zu entlasten, zu unterstützen und mit ergänzenden Angeboten zu versorgen. "Das alles geschieht niederschwellig und ist somit Präventionsarbeit", versicherte die Vorsitzende. Eine Konkurrenz zu schon bestehenden Institutionen bestehe somit nicht.

Für die Zukunft will das Familienhaus verstärkt auf Online-Angebote setzen. "Da halten wir problemlos die geltenden Abstandsregeln ein und erreichen zusätzlich Zielgruppen wie etwa Alleinerziehende, die sich mit Präsenzveranstaltungen ohnehin schwerer tun", so Gernet.

© SZ vom 07.07.2020 / sab

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