Unterföhring Burschen warten auf ein Vereinsheim

Nichts wird es vorerst mit dem Wunsch der Unterföhringer Burschen, ihren von der Kommune zur Verfügung gestellten Lagerraum ab der Bauhofstraße so lange als Vereinsheim nutzen zu können, bis der Feststadel fertig ist. Und auch aus den Plänen, bei einer abschlägigen Antwort aus dem Gemeinderat die ehemalige Kantine in einem dort nicht mehr bewirtschafteten Verwaltungsgebäude von Eon zu nutzen, wird wohl keine Realität. Beide Ideen haben die Lokalpolitiker in ihrer jüngsten Sitzung diskutiert und dann vertagt.

Wie Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer von der Parteifreien Wählerschaft (PWU) sagte, ist die Gemeinde angehalten, genau diese Räumlichkeiten für den Notfall als Obdachunterkunft freizuhalten. Außerdem sei eine Versammlungsstätte schon aus Brandschutzgründen nicht möglich. CSU-Fraktionssprecher Manfred Axenbeck wollte davon nichts wissen. Der Burschenverein mit seinen 66 Mitgliedern könne doch nicht weiter im Lager zusammensitzen. Die einstige Kantine sei doch wie geschaffen für den Verein, sagte Axenbeck, Obdachlose könnten doch auch im Erdgeschoss oder im ersten Stock einen Platz finden - mit einer Größe von jeweils 400 Quadratmetern sollte das gehen. Auf Anregung von PWU-Gemeinderätin Simone Spratter soll nun eine Ortsbesichtigung stattfinden. Danach wird das Gremium entscheiden.