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Unterföhring:Boulderraum bleibt gesperrt

Die Kletterwand in der Holzscheune auf der Kinder- und Jugendfarm in Unterföhring bleibt weiterhin gesperrt. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit knapper Mehrheit von elf zu zehn Stimmen entschieden. Um das Bouldern im Heuboden des Stadels möglich zu machen, hätte an dem Gebäude eine Nottreppe errichtet werden müssen. Diese würde die Gemeinde 57 000 Euro kosten. Den Lokalpolitikern war das zu viel Geld.

Dabei ist die von Familien, Mitarbeitern des Kreisjugendrings und Ehrenamtlichen des Vereins "Mehr Spielraum für Kinder" errichtete Kletterwand sogar vom TÜV abgenommen, wie es in der Sitzungsvorlage des Gremiums hieß. Der Brandschutz allerdings sei nicht gewährleistet. Aus diesem Grund haben der Kreisjugendring und der Verein gebeten, einen zweiten Rettungsweg für die Scheune zu schaffen. Seit Februar 2018 ist der bei Kindern und Jugendlichen beliebte Boulderraum bereits gesperrt und das Klettern untersagt, was viele bedauern.

Auch im Gemeinderat ist man nicht glücklich über diese Lösung. So plädierte Jutta Schödl (SPD) für den Bau einer Nottreppe an der Außenseite des Gebäudes. Lorenz Ilmberger (CSU) war jedoch strikt dagegen: "Der Boulderraum liegt weit entfernt von dem Konzept, das wir beschlossen haben." Auch SPD-Fraktionssprecher Philipp Schwarz verweigerte anders als die meisten seiner Parteifreunde seine Zustimmung für die nötigen 57 000 Euro. Er regte an, dass im Jugendzentrum ein Boulderbereich entstehen soll, wenn das Haus saniert wird. Der vorgeschlagene Kompromiss wurde mit 13 zu acht Stimmen angenommen.