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Taufkirchen:Springer für Kitas gesucht

Um Personalengpässe in den Betreuungseinrichtungen aufzufangen, will die Gemeinde Taufkirchen die Einstellung einer sogenannten Springer-Fachkraft prüfen. Sie soll bei Bedarf in Kindertagesstätten, Horten und Mittagsbetreuung aushelfen, heißt es in einem Antrag der CSU-Fraktion, den der Gemeinderat einstimmig befürwortet hat. In der Vergangenheit sei es mehrfach vorgekommen, dass Einrichtungen Gruppen schließen mussten, weil die Leitung ausgefallen war, sagte Christiane Lehners (CSU). Hier könne eine bei der Gemeinde angestellte Springer-Fachkraft Abhilfe schaffen. Rosemarie Weber (SPD) lobte die Idee und regte an, sich nach den Erfahrungen der Gemeinden Kirchheim und Ismaning zu erkundigen, die solche Stellen geschaffen haben. Ihr zufolge brauche es in Taufkirchen "eher eineinhalb Springer als einen". Wobei Weber anmerkte: "Die Bewerber werden uns sicher nicht das Haus einrennen."

Tatsächlich haben auch die Träger der Taufkirchner Einrichtungen aktuell mit Personalproblemen zu kämpfen. Wie Sozialreferent Andreas Bayerle Anfang Juli im Sozialausschuss des Gemeinderats dargelegt hat, stehen 76 Eltern auf der Warteliste für einen Betreuungsplatz ihrer Kinder in Krippe, Kindergarten, Hort oder Mittagsbetreuung im September. Dabei könnte der Bedarf eigentlich gedeckt werden, wenn nur alle Stellen in den Einrichtungen besetzt wären, so Bayerle. Doch da die Träger nicht genug Personal fänden, müssten sie die Zahl der Betreuungsplätze reduzieren. Dennoch will die Gemeinde versuchen, eine solche Fachkraft anzuwerben. In einem ersten Schritt werde das Rathaus das Gespräch mit den Leitungen der Einrichtungen suchen, kündigte Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei) an. Die Ergebnisse werden in der nächsten Sitzung des Sozialausschusses vorgestellt.

© SZ vom 14.08.2020 / stä

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