bedeckt München 27°

Straßlach-Dingharting:Von der Sommerfrische zur Eventlocation

Die frühere "Entenalm" in Straßlach heißt jetzt "Waldhaus zur alten Tram".

(Foto: Claus Schunk)

Die Wirte der Gaststätte am Deininger Weiher haben auch das ehemalige Ferienheim der Münchner Straßenbahner in Straßlach übernommen. Es heißt jetzt "Waldhaus zur alten Tram" und soll nach und nach ausgebaut werden.

Von Claudia Wessel, Straßlach-Dingharting

Das einzige, was hier fehlen kann, ist schönes Wetter. Wenn aber die Sonne scheint, fühlt man sich versetzt in eine Sommerfrische aus dem vergangenen Jahrhundert, ausgestattet mit der Qualität der Gegenwart. Das "Waldhaus zur alten Tram" am Riedweg 41 in Straßlach liegt so herrlich abgeschieden, auf einem 35 000 Quadratmeter großen Gelände aus grünen Wiesen. Das ehemalige Ferienheim der Münchner Straßenbahner, das der gleichnamige Verein 1927 baute, war seit den Neunzigerjahren in den Händen verschiedener Gastronomen. So etwa hieß es lange "Entenalm" oder "Grünwalder Forstwirt".

Seit Mai ist es unter dem neuen Namen "Waldhaus zur alten Tram" nach ausgiebiger, im Hintergrund noch andauernder Renovierung, wieder in Betrieb. Wirte sind Liliane und Markus Tschurtschenthaler, die auch das Waldhaus Deininger Weiher betreiben. Sie sehen ihr Lokal nicht nur als Ausflugsziel, sondern auch als perfekte Location für Hochzeiten und andere Feiern mit bis zu 180 Gästen. Dafür haben sie den Feststadel hergerichtet, der für solche Gelegenheiten passend geschmückt wird. Auch unter freiem Himmel kann man hier Empfänge ausrichten.

Liliane und Markus Tschurtschenthaler sind die Wirte des "Waldhauses zur alten Tram".

(Foto: Claus Schunk)

Hochzeitsnacht im Waldhaus

Auf Gästezimmer haben die Wirte bei der Renovierung mit Absicht verzichtet, dafür kooperieren sie mit Hotels in Grünwald, Deisenhofen und überhaupt der näheren Umgebung. Nur Braut und Bräutigam haben die Möglichkeit, im Waldhaus die Hochzeitsnacht zu verbringen, für sie gibt es ein schönes Zimmer.

Geboten wird im Restaurant "regionale moderne Gar- und Grillküche", so die Wirte, "von vegan über vegetarisch bis zu Vollwert." Ein großer Spielplatz ist eine Einladung für Familien mit Kindern, auch Fahrradfahrer, die hier sehr oft vorbeikommen, sind gerne gesehen. Künftig wird es zusätzlich zum bedienten Restaurantteil mit Südterrasse auch einen Biergarten mit Selbstbedienung unter den großen alten Bäumen geben. Auch der Innenbereich des Restaurants ist noch nicht ganz so eingerichtet, wie er einmal sein soll. "Da haben wir noch viel vor", sagt Liliane Tschurtschenthaler.

Platz für Familienfeiern im "Waldhaus zur alten Tram".

(Foto: Claus Schunk)

Montag und Dienstag sind Ruhetage

Eine kleine Attraktion auf dem Gelände ist auch der historische Trambahnwagen aus dem Jahre 1964, der seine eigene Haltestelle hinter dem Haus hat und an die ursprüngliche Bestimmung des Hauses erinnert. Derzeit haben die Wirte den Montag und den Dienstag noch zu Ruhetagen erklärt, da es noch einiges zu tun gibt. Mittwochs bis sonntags dagegen ist das Waldhaus zur Tram durchgehend ganztags geöffnet. Es fehlt in diesen Tagen nur die Sonne.

© SZ vom 14.07.2016/hilb

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite