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Spenden:Im Einsatz gegen die Not

Die Ungarnhilfe Haar sammelt öfter in Räumen an der Bahnhofstraße

Die Ungarnhilfe Haar hat ihren Sammelmodus umgestellt. Statt zwei Mal im Jahr zu einer Sammlung aufzurufen, bietet die seit 1990 aktive Vereinigung an, jeden Freitag im Rückgebäude der alten Post in der Bahnhofstraße 3 Waren abzugeben. Die Umstellung geht einher mit dem Wechsel der Räumlichkeiten. Statt wie bisher nur in den Faschings- und Herbstferien stehen die Helfer nun jeden Freitag jeweils von 15 bis 18 Uhr bereit, um die Spenden entgegen zu nehmen. Los ging es vergangenen Freitag.

Bereits im Jahr 2014 ging der 200. Transport nach Ungarn. Damit waren Sachspenden im Wert von zwölf Millionen Euro dorthin gebracht worden. Die Hallen im Rückgebäude des ehemaligen Postgebäudes scheinen gut gefüllt. Doch Hermann Meyer, Leiter der Ungarnhilfe, winkt ab: "Das ist noch gar nix. Auf die Bevölkerung ist einfach Verlass - und die Hallen werden sich noch richtig füllen", sagt er. Hier findet man, wie die Gemeinde berichtet, neben Kisten mit Stofftieren und Bekleidung auch Rollstühle, Küchengeräte oder Möbel. "In Ungarn wird wirklich fast alles gebraucht, mehr als sich die meisten vorstellen können", sagt Meyer. Drei- bis viermal im Jahr gehen Transporte nach Ungarn, um die Not in Krankenhäusern, Schulen, Kindergärten und Kinder-, Behinderten- und Altenheimen zu lindern. Die Ungarnhilfe sammelt Textilien, Spielzeug, Schuhe, Teppiche und Haushaltsartikel. Die 44 Helfer arbeiten ehrenamtlich. Die Transporte sind kostspielig. Geldspenden werden gerne angenommen. Wer Möbel abgeben will, soll telefonisch einen Termin vereinbaren. Kontakt ist möglich per E-Mail an ungarnhilfe-haar@web.de oder telefonisch unter 089/20 07 50 12.

© SZ vom 17.10.2018 / SZ
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