Spatenstich:Einkaufen am Ort

Spatenstich: Spatenstich für Aldi und Rossmann: Taufkirchens Bürgermeister Ullrich Sander gibt das Startzeichen.

Spatenstich für Aldi und Rossmann: Taufkirchens Bürgermeister Ullrich Sander gibt das Startzeichen.

(Foto: Claus Schunk)

Baubeginn für Discounter und Drogerie in Taufkirchen erfolgt

Von Patrik Stäbler, Taufkirchen

Wenn viele Köche sprichwörtlich den Brei verderben, dann bleibt aus Sicht der Küblböck-Unternehmensgruppe bloß zu hoffen, dass viele Arbeiter der ersten Stunde sich nicht negativ auf ihr Bauprojekt auswirken. Denn beim symbolischen Spatenstich im Gewerbegebiet an der Karwendelstraße im Süden von Taufkirchen griffen am Donnerstag nicht weniger als sieben Männer zur Schaufel, um für den Fotografen etwas Erde durch die Luft zu wirbeln. Das Ganze sollte als Zeichen dienen, dass es nun losgeht mit der Errichtung zweier Gebäude, die von Herbst 2022 viele Menschen aus Potzham und Bergham, aber auch aus Oberhaching anziehen sollen. Denn dann werden hier im Gewerbegebiet südlich der Autobahn A 995 je eine Filiale des Discounters Aldi und der Drogeriekette Rossmann ihre Türen öffnen.

"Wir füllen damit eine Versorgungslücke", ist Herbert Küblböck überzeugt, einer der Männer mit Spaten. Er ist Geschäftsführer der auf Gewerbeimmobilien spezialisierten Unternehmensgruppe aus Regensburg, die schon 2015 ein 28 000 Quadratmeter großes Grundstück an der Karwendelstraße erworben hatte. Auf dem östlichen Teil wird sich ein Obst- und Gemüsehandel niederlassen. Aktuell warte man noch auf die Baugenehmigung seitens des Landratsamts, sagte Küblböck, dann werden dort die Bagger rollen. Auf dem 10 000 Quadratmeter großen Areal im Westen, das über eine neue Stichstraße erschlossen ist, geht es dagegen jetzt schon los mit dem Bau von 110 Parkplätzen sowie einem Supermarkt und einer Drogerie mit jeweils 800 Quadratmetern Verkaufsfläche.

"Wir erhoffen uns durch diese Einkaufsmöglichkeiten auch, etwas Verkehr durch Taufkirchen abzufangen", sagte Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei), der ebenfalls zum Spaten griff. Schließlich würden aktuell viele Menschen durch die Gemeinde fahren, um zu den florierenden Discountern und Drogerien in Unterhaching zu gelangen. Nebst weniger Verkehr erhofft sich die Gemeinde durch das stetig wachsende Gewerbegebiet an der Karwendelstraße auch mehr Steuereinnahmen.

Vis-à-vis des Areals, das nun zur Baustelle geworden ist, wächst bereits ein Gebäude für einen anderen Obst- und Gemüsehandel in die Höhe. Überdies laufe die Planung für eine weitere Gewerbeansiedlung weiter im Osten neben dem Heizkraftwerk, verriet Sander. Und dann habe es auch Gespräche gegeben, wonach sich das Gewerbegebiet mittelfristig auf die andere Seite der Karwendelstraße ausbreiten könnte. Jedoch sei noch nichts spruchreif, so der Bürgermeister. "Jetzt schauen wir erst mal, dass wir die vorhandenen Flächen vollkriegen."

© SZ vom 09.07.2021
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