bedeckt München 19°

Putzbrunn:Vier Züge mit Option

Eckpunkte für das neue Gymnasium festgelegt

Die Vorstellungen, wie das neue Gymnasium in Putzbrunn geplant werden soll, nehmen Gestalt an. Die Versammlung des Zweckverbands weiterführende Schulen im Südosten des Landkreises hat nun Eckpunkte festgelegt. Ein zentraler Punkt: Die Schule soll vierzügig geplant werden, wobei eine Option, sie auf einen fünften Zug zu erweitern, gleich mitgeplant werden soll. Vor ein paar Monaten hatte der Putzbrunner Gemeinderat beschlossen, für das geplante Gymnasium ein Grundstück an der Oedenstockacher Straße zur Verfügung zu stellen.

Die Zweckverbandsverwaltung griff bei ihren Vorschlägen der Eckpunkte, die die Verbandsversammlung einstimmig befürwortete, auf Erfahrungen anderer Schulbauten zurück. So soll das Gebäude komplett unterkellert werden, um nicht irgendwann nicht genügend Platz für Technikräume und Lagerflächen zu haben. Nach der Schilderung von Geschäftsleiterin Patricia Hüfner gab es das Problem in der Vergangenheit immer mal wieder. Auch ist die Idee, drei Stockwerke nicht zu überschreiten, um nicht in eine andere Gebäudeklasse zu rutschen. Zudem soll ein möglichst hoher energetischer Standard verwirklicht werden und unter anderem eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach angebracht werden. Der Vorschlag, einen Architektenwettbewerb auszuloben, fand ebenfalls Anklang im Gremium. Zweckverbandsvorsitzender und Landrat Christoph Göbel (CSU) erhofft sich davon eine "gute Diskussionsgrundlage".

Putzbrunns Bürgermeister Edwin Klostermeier (SPD) begrüßte die Vorschläge der Verwaltung ebenfalls. "Dass gleich eine Fünfzügigkeit mit eingeplant werden soll, ist schon überraschend, aber vernünftig", sagte er. Hüfner hatte zuvor erläutert, dass aktuell vier Züge ausreichten, angesichts der prognostizierten Entwicklung der Schülerzahlen es aber sinnvoll sei, gleich einen fünften Zug mitzuplanen. Das habe auch eine Rücksprache mit dem Ministerialbeauftragten ergeben. Klostermeier gefiel es zudem, dass drei Stockwerke nicht überschritten werden sollen. Das sei schon wichtig in einer Umgebung mit Feldern und niedrig gehaltenen Gewerbebetrieben.

© SZ vom 02.06.2020

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite