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Putzbrunn:Kreisel für mehr Sicherheit

Die Kreuzung in der Waldkolonie soll entschärft werden

Noch kann der Putzbrunner Bürgermeister Edwin Klostermeier (SPD) keinen Vollzug melden, was den Standort des neuen Gymnasiums im Ortsteil Waldkolonie betrifft. Die Verhandlungen seien weiterhin auf einem guten Weg, nun stünden in nichtöffentlicher Sitzung im Gemeinderat "Entscheidungen zu Nachverhandlungen" an, deren Ergebnisse er dann den Grundeigentümern übermitteln müsse, sagt er. "Ich rechne damit, dass wir noch in diesem Jahr die Freigabe zur Ausarbeitung der Kaufverträge für den Standort erhalten." Das Interesse der Bevölkerung sei groß: "Ich werde ständig gefragt und muss die Bürger leider immer noch vertrösten", erzählt Klostermeier.

Die ausstehende Standortentscheidung hat auch Auswirkungen auf andere Themen, die Verwaltung und Gemeinderat in diesen Wochen beschäftigen. Etwa die Frage, ob die Kreuzung von Neubiberger und Oedenstockacher Straße aus Sicherheitsgründen in einen Kreisverkehr umgebaut wird. Immer wieder kommt es hier laut Polizei zu gefährlichen Situationen und Unfällen, weil vor allem jene, die aus der nördlichen Oedenstockacher Straße in den Kreuzungsbereich fahren, eine eingeschränkte Sicht hätten. Auch eine mehrfache Verschiebung der Haltelinie für Fahrzeuge, die aus dieser Richtung kommen, brachte nicht den erhofften Erfolg.

"Grundsätzlich herrscht in allen Fraktionen die Meinung, dass wir den Umbau aus Sicherheitsgründen machen sollten", sagt Klostermeier. Allerdings werde man in die Detailplanung, auch was das Budget angeht, erst einsteigen können, wenn definitiv feststeht, wo das neue Gymnasium hinkommt. "Wir haben zuletzt im Gemeinderat 10 000 Euro eingestellt, um wichtige Fragen klären zu lassen", sagt der Bürgermeister. Dabei gehe es unter anderem darum, inwiefern sich das Verkehrsaufkommen in der Waldkolonie durch einen Kreisel verändern würde und ob der Knotenpunkt in ein zukünftiges Radwegekonzept eingebunden werden soll, ob Straßenquerungen barrierefrei gebaut werden sollten und auch ob ein Kreisverkehr die bestehende Ampelanlage an der Oedenstockacher Straße womöglich überflüssig machen könnte.

Die geschätzten Baukosten betragen laut einem mit der Kalkulation beauftragten Ingenieurbüro 296 000 Euro, insgesamt rechnet man mit Kosten von bis zu 400 000 Euro für das gesamte Projekt. "Aber das sollte es uns wert sein, schließlich trägt ein Kreisverkehr in diesem Bereich erheblich zur Sicherheit bei", sagt der Rathauschef.

Positiv sei schon einmal, dass man in diesem Kreuzungsbereich keine Grundstückskäufe tätigen müsste: "Hier ist alles Gemeindegrund", erklärt Bürgermeister Klostermeier, der sich sicher ist, dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle in jedem Fall den künftigen Schülern des Gymnasiums zugutekommt: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass zahlreiche Kinder und Jugendliche ganz unabhängig vom genauen Standort der Schule diese Kreuzung auf ihrem Weg nutzen werden."