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Putzbrunn:Gemeinde zahlt für Studie

Nur zu sechst saßen die Putzbrunner Gemeinderäte beisammen, auch Rathauschef Edwin Klostermeier (SPD) musste sich wegen seines Urlaubs vom Zweiten Bürgermeister Alfons Meßner (CSU) vertreten lassen. In dieser Konstellation hatten die Volksvertreter darüber zu befinden, ob sich die Gemeinde an einer Machbarkeitsstudie zur Errichtung einer Entlastungstrasse der Bundesstraße 471 parallel zum Autobahnring A 99 beteiligen soll, was am Ende bejaht wurde. Eigentlich sei diese Frage doch zu wichtig, um in einem personell reduzierten Ferienausschuss behandelt zu werden, lautete allerdings der Einwand von Martin Adler (Freie Wähler). In der Tat zeigte die Diskussion im Gremium, dass viele Fragen rund um eine solche Autobahnparallele noch nicht hinreichend geklärt sind. So wollten die Gemeinderäte wissen, was denn mit der Machbarkeitsstudie passieren würde, wenn letztlich nicht alle Gemeinden mitzahlen, die sich bisher für eine solche Untersuchung ausgesprochen haben. Michael Hohberg, Geschäftsleiter der Gemeinde, konnte in diesem Zusammenhang nur auf das Landratsamt verweisen: "Wir haben aus der Sitzung einiges mitgenommen, das wir bündeln und an die Behörde weiterreichen werden", sagte Hohberg auf Nachfrage. Mit dem Zeitplan war man zuletzt ohnehin in Verzug geraten, weil der Kreisausschuss die Realisierung der Machbarkeitsstudie wegen der finanziellen Probleme durch die Corona-Krise zuletzt zurückgestellt hatte. Ursprünglich sei der Plan gewesen, so Hohberg, dass im März 2022 die Ergebnisse der Studie vorliegen sollten. "Dieser Termin ist durch die Verschiebung durch den Kreis nicht mehr haltbar", so der Geschäftsleiter. In Putzbrunn hoffen sie dennoch darauf, dass die Chance, ihren vom Durchgangsverkehr überlasteten Ortskern zu entlasten, nicht verstreicht. Der Ferienausschuss billigte mit großer Mehrheit den Vorschlag der Verwaltung, dass sich die Gemeinde mit 50 000 Euro an der Machbarkeitsstudie beteiligt. So sie denn tatsächlich Wirklichkeit wird.

© SZ vom 21.08.2020 / stga

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