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Pullach:"Ja, wir streiten"

Pullachs FDP-Chef dementiert Zerwürfnis im Ortsverband

Nach dem öffentlich ausgetragenen Disput zwischen einigen Parteimitgliedern über den Umgangston mit Grünen-Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund ist Pullachs FDP-Vorsitzender Thomas Klaue dem Eindruck entgegen getreten, es gebe ein Zerwürfnis oder gar einen Bruch im Ortsverband der Liberalen. Klaue führt die jüngsten Berichte über den Disput auf das "Sommerloch" zurück. "Da wird dann, in Ermangelung echter Skandale, eine lebhafte, aber harmlose interne Debatte bei der FDP gerne mal skandalisiert."

"Ja, wir diskutieren durchaus heftig und engagiert", so der erst seit Anfang Juli amtierende FDP-Ortsvorsitzende. Und es gebe Themen, "bei denen wir höchst unterschiedliche Ansichten vertreten. Ja, wir streiten auch einmal. Aber genau das macht uns als liberale demokratische Partei aus." Dabei bleibe nicht aus, dass von außen ein falscher Eindruck entstehe. "Wenngleich wir unterschiedliche Meinungen zu einzelnen Themen haben - und dies auch zeigen - so steht die Pullacher FDP geschlossen hinter ihren Mandatsträgern und gemeinsam hinter der liberalen Sache", so Klaue.

Die beiden FDP-Gemeinderäte Alexander Betz und Michael Reich waren diese Woche aneinander geraten, nachdem Betz zunächst Grünen-Bürgermeisterin Tausendfreund mit US-Präsident Donald Trump verglichen hatte. Als sich sein Fraktionskollege Reich daraufhin mit sieben anderen Mitgliedern des Ortsverbands öffentlich von Betz distanzierte, rechnete dieser in einer Mail mit seinen Parteifreunden auf eine Art und Weise ab, die als Trennung verstanden werden konnte. Kurz danach dementierte Betz allerdings einen Bruch.

© SZ vom 01.08.2020 / lb

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