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Ottobrunn:Virtuelles Künstlergespräch

Um sich auf etwas zu freuen, braucht man eine Perspektive. Im kulturellen Bereich ist "Öffnungsperspektive" mittlerweile zum Sehnsuchtsbegriff geworden. Wer in dieser Hinsicht allerdings nicht zu hoffnungsfroh war, konnte andererseits auch nicht enttäuscht werden. Die aktuelle Ausstellung des Kunstvereins Ottobrunn "Über Freude und Enttäuschungen" hat freilich einen anderen Hintergrund. Die beiden ausstellenden Künstler, der in Kanada geborene und in England lebende Multi-Media-Artist Micha Eden Erdesz und die Münchner Malerin Angela Stauber empfinden in ihren Arbeiten soziokulturelle, quasi neoliberale Landschaften nach - mit manchmal heiter ironischen und manchmal strengen, nachdrücklichen Gesten - und bieten so neue Interpretationsmöglichkeiten von gesellschaftlichen Zuständen an. Die Galerie "Treffpunkt Kunst" in Ottobrunn ist zwar geschlossen, aber der Kunstverein öffnet dafür seine virtuelle Tür für das Publikum. Am Samstag, 8. Mai, gibt es ein Künstlergespräch via Zoom, Beginn 19 Uhr. Stauber und Eden Erdesz führen die Besucher durch die Ausstellung in der Galerie. Über www.kunstverein-ottobrunn.de kann man sich einloggen. Natürlich hoffen die Verantwortlichen, dass die Galerie demnächst auch wieder Besucher empfangen kann, angesichts des sinkenden Inzidenzwertes ist die Öffnungsperspektive gar nicht so düster.

© SZ vom 05.05.2021 / wat
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