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Ottobrunn:Upgrade fürs Gymnasium

Landrat sagt Elternbeirat bessere IT-Ausstattung zu

Landrat Christoph Göbel (CSU) hat Elternvertretern des Gymnasiums Ottobrunn zugesichert, die IT-Infra- und Lernstruktur der Schule schnellstmöglich "auf das unstrittig notwendige Digitalisierungsniveau zu heben". Damit reagiert Göbel in seiner Funktion als Vorsitzender des Zweckverbands Staatliche weiterführende Schulen im Südosten des Landkreises auf einen offenen Brief der beiden stellvertretenden Elternbereitsvorsitzenden. Evi Auerbach-Schrott und Franziska Rohr hatten darin eine "umgehende Ausstattung" mit IT-Hard- und Software sowie einem leistungsfähigen Wlan gefordert, um auch Videokonferenzen aus den Klassenzimmern heraus zu ermöglichen.

Göbel verweist in seiner Antwort darauf, dass am Gymnasium ein "funktionierendes Lan-Netz" existiere und im Neubau an den Lehrertischen Dosen verbaut seien, zudem fänden sich in einigen Klassenzimmern Anschlussmöglichkeiten, die in den Sommerferien auch noch mit langen Patchkabeln ausgestattet werden. Bis zur notwendigen Ertüchtigung des Wlan-Netzes sei es möglich, digitalen Unterricht über die Lan-Verbindung abzuhalten.

Die angesprochene Ertüchtigung für alle Schulen innerhalb des Zweckverbands hat das Gremium Anfang des Jahres auf den Weg gebracht und die entsprechende Ausschreibung beschlossen. Allerdings, macht der Landrat deutlich, sei der Zweckverband als öffentlicher Auftraggeber an das Vergaberecht gebunden; Investitionen in diesem Umfang dürften nur nach einem ordnungsgemäßen Vergabeverfahren getätigt werden. Zudem, schreibt Göbel, seien die geplanten Maßnahmen nach dem Digitalpakt förderfähig; würde der Zweckverband gegen das Vergaberecht verstoßen, wäre dies "förderschädlich". "Ohne die staatliche Förderung wiederum könnten wir diese notwendigen Projekte nicht finanzieren."

Göbel versichert, alles daran zu setzen, um die Home-Schooling-Möglichkeiten auszubauen. Vieles sei schon geschehen - etwa die Anbindung an das Glasfasernetz - allerdings nur mit der Bandbreite, die damals möglich gewesen sei. Die Ausschreibung für einen Breitbandanschluss sei aber bereits erfolgt, so der Landrat. Dabei sei man jedoch von den Providern abhängig, "deren Verkabelungsressourcen derzeit massiv ausgelastet sind".

© SZ vom 06.08.2020 / müh

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