bedeckt München 14°

Oberschleißheim:Remonte-Bier kommt an

Brauerei-Genossenschaft sieht sich trotz Pandemie im Aufwind

Die junge Brauerei-Genossenschaft Remontebräu Schleißheim eG wächst und gedeiht in schwieriger Zeit. Sie hat sich mit ihrem Bier bei vielen Kunden etabliert und sich vor der Corona-Krise im Jahr 2019 im Münchner Norden einige feste Standbeine aufgebaut. So blickten kürzlich bei der pandemiebedingt im digitalen Format abgehaltenen Generalversammlung 133 Mitglieder zufrieden auf den Geschäftsbericht für 2019 zurück und segneten einige Personalia ab. Remontebräu produzierte im ersten vollen Geschäftsjahr 2019 insgesamt 785 Hektoliter Bier. Die Mitgliederzahl wuchs um ein Viertel auf 554 Personen, von denen zwei Drittel aus Ober- und aus Unterschleißheim kommen.

Vorstandsvorsitzender Andreas Preißer zog sich wie angekündigt aus dem laufenden Geschäft zurück und wurde in den sechsköpfigen Aufsichtsrat gewählt, dem weiterhin Alexander Bauer und Alex Fichtl angehören. "Als Aufsichtsrat bleibe ich der Remonte Bräu eng verbunden und kann Beruf, Familie und Brauerei besser vereinen", sagte Preißer. Die Geschäfte führen bis auf Weiteres Sandra Kunstwadl und Thomas Haselbeck zu zweit weiter. Weil viele Pläne im Krisenjahr 2020 nicht umgesetzt werden konnten, fokussierte sich die Versammlung auf 2019, was laut Vorstand viele Höhepunkte brachte. So gelang mit dem Ausschank beim Feldmochinger Frühlingsfest dort der Markteintritt. Bei der Gastronomie in Ober- und Unterschleißheim habe man die Präsenz ausgebaut, heißt es. Das Oberschleißheimer und Lohhofer Volksfest seien wichtige Bausteine für den Erfolg gewesen; ebenso die großen Feste am Bürgerplatz in Oberschleißheim, die Maifeier sowie das Brauereifest im September. Zur Maifeier habe die Genossenschaft mit den beiden Mitveranstaltern, Burschenverein mit Deandlgruppen und Birkenstoana Stamm Oberschleißheim, eine eigene GbR gegründet.

Die Genossenschaft schloss das erste volle Geschäftsjahr mit einem vierstelligen Überschuss ab. Die Umsatzrendite lag bei rund 2,5 Prozent. Der Absatz erfolge zu 80 Prozent im regionalen Getränkehandel in Ober- und Unterschleißheim sowie im Münchner Norden. 13 Prozent gingen in die Gastronomie, sieben Prozent setze die Brauerei direkt, insbesondere über eigene Veranstaltungen ab.

© SZ vom 09.01.2021 / SZ
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema