Neubiberg:Zügiger Ausbau der U-Bahn

Landkreis prüft vorgezogene Anbindung der Bundeswehruni

Von Stefan Galler, Neubiberg

Der Mobilitätsausschuss des Kreistags hat einstimmig beschlossen, dass eine kurze, aber möglichst schnell realisierbare Verlängerung der U5 bis zur Universität der Bundeswehr geprüft und verfolgt werden solle. Vorausgegangen war eine Präsentation von Untersuchungen, die Ingenieure der Bernard Gruppe angestellt haben, um Möglichkeiten einer Busbeschleunigung zwischen Neuperlach Süd und Neubiberg auszuloten. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass es dabei wenig Spielraum gibt. Für Ottobrunns Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) zeigte das Untersuchungsergebnis, dass Busbeschleunigungen in diesem Bereich "nur Interimslösungen" seien und man schnell auf ein anderes Pferd setzen müsse: "Wir brauchen jetzt Lösungen, wie wir den U-Bahnbau schon mal bis zur Bundeswehruniversität voranbringen."

Der Kreis hatte den Auftrag erteilt, den Korridor der Staatsstraße 2078 südlich der Carl-Wery-Straße auf Potenziale zur Busbeschleunigung untersuchen lassen. Insbesondere sollten separate Busspuren auf ihre Realisierbarkeit und Sinnhaftigkeit hin überprüft werden. Die Ingenieure legten dar, dass es keinen Nutzen bringen würde, etwa zwischen Zwergerstraße und der Einmündung Auf der Heid vor der Untertunnelung des Landschaftsparks eine Busspur in die Mitte der Fahrbahn zu setzen. Dies würde den Stau auf den Pkw-Fahrbahnen noch verstärken, insbesondere stadteinwärts, wo die bestehende Linksabbiegerspur in die Zwergerstraße in diesem Fall gar nicht mehr nutzbar wäre.

Einzige Lösung aus Sicht der Gutachter wäre eine deutliche Verbreiterung der Fahrbahn und die Schaffung jeweils eines Bussonderfahrstreifens außen in beide Richtungen. Auch diese Variante würde jedoch den motorisierten Individualverkehr nicht wirklich voranbringen, sondern vor allem in Stoßzeiten am Abend zu erheblichen Staus führen, weil es an einigen Stellen Flaschenhälse gäbe, wo mehrere Spuren zusammengeführt werden müssten.

Erst Ende vergangener Woche hat Neubibergs Bürgermeister Thomas Pardeller (CSU) auf der Bürgerversammlung Hoffnungen zerstreut, dass der Busverkehr zwischen dem U-Bahnhof Neuperlach Süd und seiner Gemeinde in Zukunft weniger wird. Der Ausbau des Ludwig-Bölkow-Campus und der Fakultät für Luft- und Raumfahrt an der Ortsgrenze zwischen Taufkirchen und Ottobrunn werden wohl noch mehr Pendelverkehr zwischen der Endstation der U 5 und diesen Bildungseinrichtungen nach sich ziehen. Schon jetzt verkehren auf dem Abschnitt zwischen der Therese-Giehse-Allee und der Zwergerstraße sieben Buslinien mit bis zu 33 Bussen pro Spitzenstunde und Richtung. Das ist die größte Liniendichte und Bedienungshäufigkeit im Regionalbusverkehr des Landkreises.

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