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Neubiberg:Plakativ gegen Komasaufen

Die 13-jährige Sarah Rodemeyer hat den Sonderpreis für junge Künstler gewonnen.

(Foto: DAK-Gesundheit)

13-Jährige Gymnasiastin gewinnt Sonderpreis in Schülerwettbewerb

"Bunt statt blau": Unter diesem Motto haben in diesem Jahr bundesweit mehr als 6100 Schülerinnen und Schüler Kunstwerke gegen das Komasaufen geschaffen. Die 13 Jahre alte Sarah Rodemeyer vom Gymnasium Neubiberg gewann im bayerischen Landeswettbewerb den Sonderpreis für junge Künstler. Überreicht wurde er jetzt vom stellvertretenden DAK-Landeschef Rainer Blasutto. Auf eine zentrale Siegerehrung hatten die Krankenkasse als Veranstalter und Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml als Schirmherrin des Wettbewerbs in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie verzichtet.

"Die wenige blaue Farbe bei den äußeren Bildern soll zeigen, was man ohne Alkoholsucht erreichen kann: Zum Beispiel eine Familie gründen und einen guten Job haben - bunt sein", beschreibt Sarah Rodemeyer die Idee hinter ihrem Plakat. "Innen ist dagegen alles blau. Denn das Trinken beherrscht das Leben einer alkoholkranken Person, solange sie sich keine professionelle Hilfe holt - blau sein." Landessiegerin des Wettbewerbs wurde die 15-jährige Schülerin Magdalena Engl vom Comenius-Gymnasium in Deggendorf. Der zweite Platz ging an Eliona Bujupi, 17, von der Lothar-von-Faber-Schule in Nürnberg. Den dritten Platz holte sich Anna Sunkler,17, vom Gymnasium Berchtesgaden.

Nach aktuellen Zahlen des statistischen Landesamtes landeten 2018 in Bayern 3789 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Das waren 7,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Experten fordern dennoch eine weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens, auch im Schulunterricht. Deshalb laden die DAK-Gesundheit und Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml regelmäßig zu dem Plakatwettbewerb ein, der dieses Jahr zum elften Mal stattfand.

© SZ vom 26.11.2020 / sz
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