bedeckt München 14°

Neubiberg:Mehr Klimaschutz

44 Teilnehmer beim Runden Tisch zur Energiewende

Von Daniela Bode, Neubiberg

Beim Klimaschutz in Neubiberg soll sich mehr tun. Das Interesse daran ist groß. Bis zu 44 Personen samt Moderatoren haben am Dienstag beim ersten Runden Tisch zur Energiewende in der Gemeinde, der online stattfand, teilgenommen. Organisiert hat ihn die Kommune gemeinsam mit der Energieagentur Ebersberg-München. In fünf Workshops zu Themen wie Energieeffizienzprojekte und Öffentlichkeitsarbeit haben die Teilnehmer - darunter Mitglieder der Initiative Klimaneutral 2035, der Bundeswehruniversität, Gemeinderäte und Bürger - sich Ziele gesetzt. "Es war wirklich bemerkenswert, weil intensiv gearbeitet wurde und es auch Ergebnisse gibt", sagt Birgit Buchinger, Sachgebietsleiterin Umweltschutz in der Gemeinde. Sie hat die Veranstaltung mit moderiert und organisiert.

Die Workshops wurden von Energieberatern der Energieagentur geleitet. Die Gruppe zur Photovoltaik hat sich laut Buchinger vorgenommen, einen Tag der offenen Tür zu erfolgreich umgesetzten Photovoltaikprojekten in der Gemeinde zu organisieren. Die Gruppe zur Energieeffizienz hat sich als Ziel gesetzt, quartiersbezogen Kampagnen dazu zu starten, welche Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz möglich sind. Als Quartier gelten beispielsweise die Siedlung Vivamus in Unterbiberg oder die Häuser in der Eichen- und Pappelstraße, die jeweils um die gleiche Zeit entstanden sind. Bei vielen steht demnächst der Austausch der Heizung an, wie Buchinger erläutert, die selbst an diesem Workshop teilgenommen hat. Bei der Kampagne soll aufgezeigt werden, ob etwa ein Anschluss an die Fernwärme möglich ist und welche Alternativen es gibt. "Die Weichen sind gestellt, wir sind extrem gut gestartet", sagt Buchinger über die Veranstaltung. "Jetzt geht es darum, das Interesse der Teilnehmer mitzunehmen und an die Arbeit zu gehen." Der nächste Runde Tisch soll am 9. Juni stattfinden.

Einen weiteren Arbeitsauftrag hat sich Buchinger auf ihre eigene Agenda geschrieben: Denn zu den verwendeten Zahlen, die erläuterten, wo die Gemeinde in Sachen Energiewende steht, gab es Kritik von der Initiative Klimaneutral 2035. In einer Pressemitteilung und auch bei der Veranstaltung bemängelte diese, dass als Faktengrundlage für anstehende CO2-Reduzierungen der Treibhausgasbericht des Landkreises diene, dieser aber nicht alle Emissionen enthalte. Buchinger sagt, wenn das Klimaschutzkonzept der Gemeinde fortgeschrieben werde, werde man sich die Zahlen wohl mit Hilfe einer externen Firma genauer ansehen.

© SZ vom 08.02.2021
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema