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Neubiberg:Ein General rückt ein

Uni-Präsidentin Merith Niehuss freut sich über das neue Ratsmitglied, General a.D. Schneiderhan.

(Foto: Bundeswehr-Uni)

Wolfgang Schneiderhan ist neues Mitglied im Universitätsrat

Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, berät künftig die Bundeswehr-Universität in Neubiberg. Der General a.D. und Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wird zum 1. August neues Mitglied des Universitätsrats, wie die Hochschule am Donnerstag mitteilte. Schneiderhan freut sich nach Auskunft der Universität schon sehr auf seine neue Aufgabe. "Für mich ist es eine große Ehre, dass ich berufen worden bin, und dass die Präsidentin mich gefragt hat, ob ich Mitglied dieses Rats werden möchte", wird der ehemalige General zitiert.

Er habe sofort ja gesagt, weil ihn die akademische Ausbildung des Offiziersnachwuchses nicht nur in seinem Berufsleben, vor allem als Generalinspekteur, fast zehn Jahre lang intensiv beschäftigt habe, sondern weil ihn dieses Thema auch heute noch interessiere. "Es gibt so viele Anlässe, aktuellste Anlässe, die einen veranlassen darüber nachzudenken, wie wir die Offiziere eigentlich ausbilden müssen, nicht nur fachlich, sondern auch ethisch und moralisch, dass die Bodenhaftung bleibt, dass sie wirklich das leben, was wir von ihnen erwarten", so Schneiderhan. "Gerade im Bereich der Führung, der inneren Führung - und da wird hier die Grundlage gelegt."

Der Universitätsrat besteht aus zwei Vertretern aus Wirtschaft und beruflicher Praxis, zwei Wissenschaftlern oder Künstlern sowie einem Absolventen der Universität. Die Mitglieder des Universitätsrats werden von der Erweiterten Hochschulleitung gewählt und von der Verteidigungsministerin bestellt. Neben Schneiderhan gehören dem Universitätsrat der frühere MAN-Vorstandssprecher Georg Pachta-Reyhofen als Vorsitzender an, Professorin Astrid Schütz von der Universität Bamberg, Professor Hans-Peter Bunge von der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Oberleutnant Janina Klima als Vertreterin der Absolventinnen und Absolventen der Bundeswehr-Universität.

Der Universitätsrat hat Mitspracherecht bei allen strategischen Fragen, die das Profil der Universität im Wettbewerb mit anderen Hochschulen prägen. Er bringt Vorschläge zur Bildung von Schwerpunkten in Forschung und Lehre sowie zur Weiterentwicklung des Studienangebots ein und berät und unterstützt das Leitungsgremium in allen wichtigen Angelegenheiten. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Senats bildet der Universitätsrat den Verwaltungsrat.

© SZ vom 31.07.2020 / SZ

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