Neubiberg:Aufwertung für beliebte Route

Neubiberg: Beliebt bei vielen Radlern im Münchner Süden: die Allee am Kapellenfeld durch das Hachinger Tal zwischen Neubiberg und Unterhaching.

Beliebt bei vielen Radlern im Münchner Süden: die Allee am Kapellenfeld durch das Hachinger Tal zwischen Neubiberg und Unterhaching.

(Foto: Claus Schunk)

Der viel genutzte aber schlecht ausgebaute Zwergerweg wird befestigt. Damit wird eine wichtige Verbindung für Radfahrer nach jahrelangen Klagen verbessert. Eine Beleuchtung gestaltet sich schwierig

Von Daniela Bode, Neubiberg

Radfahrer und Fußgänger in Neubiberg dürften sich freuen: Der Zwergerweg, also die Verlängerung der Zwergerstraße über die Staatsstraße 2368 nach Westen bis zur Gemeindegrenze Unterhaching, soll mit Hilfe einer neuen Technik so ausgebaut und verbessert werden, dass die Oberfläche tragfähiger wird und man dort komfortabler fahren und gehen kann. Das hat der Bauausschuss beschlossen. Immer wieder war der Zustand des Wegs im Ortsteil Unterbiberg, der aktuell als Feldweg ausgebaut ist, Anlass für Beschwerden, weil sich Pfützen bildeten und Radfahren und Zu-Fuß-Gehen bei nasser Witterung erschwert war. Zuletzt hatte die CSU-Fraktion im April vorigen Jahres beantragt, den Weg zu beleuchten und gegebenenfalls zu befestigen.

Bei der Strecke handelt es sich nicht um irgendeinen Feldweg. Sondern sie ist im Radverkehrskonzept der Gemeinde als Alltagsroute übergemeindlicher und Freizeitroute gemeindlicher Bedeutung festgelegt. Außerdem untersucht das Landratsamt derzeit, ob zwischen München und Oberhaching ein Radschnellweg geführt werden könnte, wie die Beschlussvorlage der Verwaltung darlegt. Derzeit angedacht ist, eine Route östlich der S-Bahntrasse in Nord-Südrichtung über Neubiberger Flur zu führen. Bleibt es dabei, würde der Zwergerweg eine wichtige Zubringerfunktion zu der Radroute erhalten.

Wegen der Bedeutung des Wegs hat die Verwaltung schon früher verschiedene Möglichkeiten der Verbesserung geprüft. Weil der Weg aber im westlichen Teil durch eine Allee führt - nördlich davon liegt das Kapellenfeld -, war dort eine Befestigung der Oberfläche mit Asphalt nicht möglich, weil eine solche die Wurzeln beschädigen könnte.

Mit der neuen Technik nun wird laut Amsal Ibrahimpašić, Sachgebietsleiter Tiefbau, das vorhandene Material mit Zement vermischt und ein asphaltähnlicher Zustand erreicht, nur etwas grobkörniger. Die Wurzelbereiche würden dabei nicht beschädigt. Ibrahimpašić warb im Gremium für diese Technik. "Ich stehe dazu, dass die Bauweise sehr dauerhaft ist", sagte er. Er bezog sich auf eine ähnlich geartete Strecke in Ismaning, bei der die Methode ebenfalls angewandt worden war und sich bewährt habe. Für den Ausbau rechnet die Verwaltung mit Kosten von etwa 90 000 Euro, die allerdings bereits im Haushalt eingeplant sind. Was den Wunsch nach einer durchgehenden Beleuchtung des Wegs angeht, äußerte sich die Verwaltung ablehnend, unter anderem, weil sich eine solche wegen der verschiedenen Wegteile schwierig gestalten würde. Wegen des Wurzelschutzes könnte etwa im Allee-Bereich kein Straßenbeleuchtungskabel geführt werden, wie es von der Verwaltung heißt.

Der Ausbau mit der neuen Technik stieß im Gremium auf breiten Zuspruch. Beim Thema Beleuchtung gab es jedoch zumindest Wünsche, was die Unterführungen angeht. Unter anderem Kilian Körner (Grüne) regte an, vor allem bei der Unterführung der Autobahn eine Beleuchtung vorzusehen. Eine solche wird nun noch geprüft werden, wie Ibrahimpašić zusagte.

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